Schweizer Energiekonzern Groupe E wälzt große Kraftwerkspläne

Granges-Paccot (APA/sda) - In der Schweiz fließt ein guter Teil des Wassers der Saane eventuell bald nicht mehr via Kraftwerk Schiffenen in ...

Granges-Paccot (APA/sda) - In der Schweiz fließt ein guter Teil des Wassers der Saane eventuell bald nicht mehr via Kraftwerk Schiffenen in die Aare, sondern durch einen neuen Stollen und ein neues Kraftwerk direkt in den Murtensee. Der Schweizer Energiekonzern Groupe E prüft die Machbarkeit eines solchen Projekts.

Das Unternehmen gab am Donnerstag bekannt, für den Bau des neun Kilometer langen Stollens und eines unterirdischen Kraftwerks bei Murten mit Kosten von 350 Mio. Franken (286,5 Mio. Euro) zu rechnen. Mit dem neuen Kraftwerk würde es die jetzige Energieproduktion in Schiffenen mehr als verdoppeln.

Künftig würden 255 Gigawattstunden pro Jahr produziert. Das entspricht dem mittleren Verbrauch von 55.000 Haushalten - 31.000 Haushalte mehr als heute. Künftig würde das Wasser des Schiffenen-Stausees 94,5 Meter Höhendifferenz zurücklegen, bis es die Turbinen antreibt. Heute fällt es 43 Meter in die Tiefe.

Derzeit sind Umweltprüfungen sowie ergänzende technische und geologische Studien im Gang. Mit den Bauarbeiten soll frühestens 2019 begonnen werden.