Ukrainischer Regierungschef nennt russischen Truppenabzug „Bluff“

Kiew (APA/dpa) - Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk hat die russischen Berichte über einen Truppenabzug von der gemeinsamen Gren...

Kiew (APA/dpa) - Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk hat die russischen Berichte über einen Truppenabzug von der gemeinsamen Grenze als „Bluff“ bezeichnet. Die Führung in Kiew habe Moskau eine Protestnote übersandt, weil das Nachbarland „weiterhin einen Konflikt provozieren“ wolle, sagte Jazenjuk am Donnerstag in Kiew.

Moskau zweifelte die Legitimität der ukrainischen Präsidentenwahl an diesem Sonntag erneut an. Mit dem im Februar nach Russland geflüchteten Viktor Janukowitsch gebe es einen „lebenden und rechtmäßigen Staatschef“, sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch nach Angaben der Agentur Interfax.

Die ukrainische Staatsanwaltschaft leitete unterdessen ein Strafverfahren gegen die Separatisten im Osten des Landes ein. Mit ihrer Behinderung der Präsidentenwahl würden die Aktivisten eine schwere Straftat begehen, sagte ein Justizsprecher.

Am Donnerstag war es in der Ostukraine zu blutigen Gefechten gekommen. Dabei starben nach Angaben der Führung in Kiew insgesamt 14 Soldaten, schätzungsweise 20 Sicherheitskräfte wurden verletzt. Aufseiten der Separatisten sollen bei Kämpfen nahe Wolnowacha mindestens drei Menschen getötet worden sein.