Indisches Konsulat in Afghanistan angegriffen

Kabul (APA/dpa) - Bewaffnete haben am frühen Freitagmorgen das indische Konsulat in Herat in Afghanistan angegriffen. Die Sicherheitskräfte ...

Kabul (APA/dpa) - Bewaffnete haben am frühen Freitagmorgen das indische Konsulat in Herat in Afghanistan angegriffen. Die Sicherheitskräfte hätten die Angreifer zurückgeschlagen, alle Mitarbeiter des Konsulats seien in Sicherheit, erklärte Indiens Außenamtssprecher Syed Akbaruddin per Twitter. Wer hinter der Attacke steckte, war zunächst unklar.

Erst am Vortag hatte Afghanistans scheidender Präsident Hamid Karzai bekanntgegeben, dass er zur Vereidigung des neuen indischen Premierministers Narendra Modi nach Neu Delhi reisen werde. Modi hatte die Staats- und Regierungschefs aller Nachbarländer eingeladen - das hatte bisher kein indischer Regierungschef vor ihm getan. Beobachter hofften, dass sich durch die überraschende Geste die Beziehungen der Länder in Südasien verbessert.

Indien ist traditionell ein Gegner der Taliban, deren Ende 2001 gestürztes Regime vom indischen Erzfeind Pakistan protegiert wurde. Erst im vergangenen Jahr waren bei einem Selbstmordanschlag auf das indische Konsulat im ostafghanischen JKalalabad acht Kinder in einer nahe gelegenen Moschee getötet worden. 2008 und 2009 war die indische Botschaft in Kabul zum Ziel von Selbstmordanschlägen geworden. Insgesamt wurden dabei mehr als 70 Menschen getötet.