Hirsch-Servo-Mehrheitseigentümer will Kredite in Eigenkapital wandeln

Wien (APA) - Die Herz Beteiligungs Ges.m.b.H. prüft weitere Schritte, um den Kärntner Verpackungshersteller Hirsch Servo zu stabilisieren. I...

Wien (APA) - Die Herz Beteiligungs Ges.m.b.H. prüft weitere Schritte, um den Kärntner Verpackungshersteller Hirsch Servo zu stabilisieren. Im April hatte Herz die Mehrheit an Hirsch Servo übernommen und ein Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre gelegt, das noch bis zum 28. Mai läuft. Nun sollen weitere nachrangige Kreditforderungen in Eigenkapital umgewandelt werden, teilte Hirsch Servo mit.

Konkret geht es um aufschiebend bedingt nachrangig gestellte Kredit- und Darlehensforderungen einzelner Kernbanken gegen die Hirsch Servo AG und mit dieser verbundene Unternehmen im Gesamtbetrag von 24 Mio. Euro. Diese stehen der Schweizer Herz-Tochter Lifemotion S.A zu. 5 Millionen Euro davon wurden bereits in ein unbefristetes Gesellschafterdarlehen umgewandelt, bei dem sowohl die Zinsen- als auch die Tilgungszahlungen grundsätzlich alleine im Ermessen der Hirsch Servo liegen. Damit könne dieser Betrag nach internationalen Buchungsregeln (IFRS) zum Eigenkapital gerechnet werden.

Nun prüft Herz, ob es steuerlich und rechtlich möglich ist, dass Lifemotion für mindestens fünf Jahre auf eine Verzinsung der restlichen Kredit- und Darlehensforderungen im Ausmaß von 19 Mio. Euro verzichtet. Außerdem soll ein weiterer Teil der Forderung in ein unbefristetes Gesellschafterdarlehen und damit in Eigenkapital nach IFRS umgewandelt werden.

Wenn das möglich ist, will Herz die Kreditforderungen von den Banken erwerben und diese Maßnahmen noch heuer umsetzen. Die Eigenkapitalquote bei Hirsch soll damit auf mindestens 25 Prozent steigen.

~ ISIN AT0000849757 WEB http://www.hirsch-gruppe.com ~ APA101 2014-05-23/09:34