St. Johann

Der Markt hat eingeschlagen

Seit fünf Jahren gibt es nun schon den Wochenmarkt in St. Johann. Gestern wurde das Jubiläum gefeiert und Bilanz gezogen. Die Veranstaltung hat den Ortskern belebt.

Von Harald Angerer

St. Johann i. T. –Es duftet nach Brot, Kiachln und frischem Fisch – und das jede Woche freitags. Seit fünf Jahren findet von März bis November der Wochenmarkt am St. Johanner Hauptplatz statt. „Es ist unglaublich, wie sich der Markt entwickelt hat“, sagt Peter Rass, Initiator und Obmann des Wochenmarkt-Vereins.

Am 29. Mai 2009 hat der Bäckermeister Rass sein erstes Brot beim Markt in den mobilen Ofen geschoben, es war der Startschuss für eine Erfolgsgeschichte. Begonnen hat alles mit zwölf Ständen, inzwischen sind es im Schnitt 22. Gestern waren es sogar noch mehr, denn zum fünfjährigen Jubiläum waren es 36 Stände, an denen verschiedenste Waren feilgeboten wurden.

„Das ist aber eine Ausnahme, wir wollen schon auf der Größe von 2 Ständen in etwa bleiben“, erklärt Rass. Vor allem sei dem Verein wichtig, dass die Qualität stimmt. Wer als Standlbetreiber aufgenommen wird, entscheidet der Verein. „Wir wollen eine gute Mischung haben und nicht eine Konkurrenz untereinander erzeugen. Anfragen gibt es regelmäßig“, freut sich Rass.

Die Mischung macht’s, und so gibt es von frischem Fisch über Brot, Würstl, Obst bis hin zu Süßigkeiten und Eingelegtem alles, was das Herz begehrt. „Fast zumindest“, räumt der Obmann ein. Nach wie vor ist man auf der Suche nach einem Standbetreiber, der Fleisch anbietet. „Wir wollen aber auch hier einen Betrieb aus der Region und keinen industriellen Anbieter“, sagt der Obmann.

Das sei generell eines der Erfolgsgeheimnisse, ist Rass überzeigt – die Regionalität. Es sei kein reiner Bauernmarkt. So sind neun der Standbetreiber Bauern aus der Region, die anderen kommen aus Bayern und Südtirol. Der Markt ist nicht nur bei den Einheimischen beliebt, auch bei den Gästen. Sie würden sogar am Freitag aus den Nachbarregionen nach St. Johann kommen.

Die beliebtesten Produkte auf dem Markt sind die bäuerlichen Spezialitäten wie Kiachl und Krapfen. Das haben Schüler der Tourismusschule im vergangenen Jahr bei einer Befragung von 640 Wochenmarkt-Besuchern herausgefunden. Gefolgt von Gemüse und Brot.

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