In Südtirol gesichteter „Wolf“ ist ein Goldschakal

Schlanders (APA) - Bei dem vor rund zwei Wochen in Schlanders in Südtirol gesichteten Wolf hat es sich in Wahrheit um einen Goldschakal geha...

Schlanders (APA) - Bei dem vor rund zwei Wochen in Schlanders in Südtirol gesichteten Wolf hat es sich in Wahrheit um einen Goldschakal gehandelt. Eine Überprüfung mit Fotofallen habe den „Nachweis“ erbracht, teilte das Landesamt für Jagd und Fischerei am Freitag in einer Aussendung mit.

„Die Präsenz des Goldschakals wurde vor einigen Jahren bereits im Pustertal festgestellt, auch die Nachbarländer haben den Goldschakal in den vergangenen Jahren vereinzelt nachweisen können“, erläuterte Landesamtsdirektor Andreas Agreiter. Die ursprünglich vor allem in Asien und Südosteuropa - Bulgarien, Rumänien, Balkan - beheimatete Art ist eng mit dem Wolf verwandt, ähnelt aber in seinen Ernährungsgewohnheiten mehr dem Fuchs. Goldschakale bevorzugen eher offene Gebiete und schneearme Landschaften.

Aus den Herkunftsländern des Goldschakals seien hinsichtlich Kleinviehhaltung keine nennenswerte Probleme bekannt. „Bei freier Schafweide könnten einem Goldschakal am ehesten kleinere Lämmer zum Opfer fallen“, meinte Agreiter. Der Goldschakal gelte insgesamt nicht als problematische Wildart und stelle keine Gefahr für den Menschen dar. Bei den in die Fotofalle getappten Tieren dürfte es sich um ein weibliches und ein männliches Exemplar handeln.