Unfall

Fünf Millionen Euro für Neuerung der Notrufsäulen

Obwohl die meisten Autofahrer ein Handy dabeihaben, sind Notrufsäulen nach wie vor hoch im Kurs. Alle Anlagen in Tirol wurden erneuert.

Von Katharina Zierl

Innsbruck –Ein Fixpunkt auf der Autobahn. Zweieinhalb Meter hoch, orange und in Abständen von zwei Kilometern sind die Notrufsäulen seit mittlerweile 50 Jahren entlang der Straßen zu finden.

Der direkte Draht zur Hilfe ist nach wie vor nicht wegzudenken, erklärt Klaus Fink, Geschäftsführer der Asfinag: „Obwohl inzwischen fast jeder über ein eigenes Handy verfügt, setzen wir weiterhin auf zusätzliche Sicherheitseinrichtungen, wie Notrufsäulen: Damit ist gewährleistet, dass die Kommunikation auch im Fall des Falles – etwa bei defektem Handy, keinen Akku mehr – gewährleistet wird.“ Außerdem würden viele Touristen oft „in der Hitze des Gefechts“ die Notrufnummern nicht wissen, sagt Fink.

Die Asfinag investierte in den vergangenen vier Jahren rund 5,2 Millionen Euro allein in Tirol, um die Notrufsäulen zu erneuern, sagt Fink: „Die Anlagen verfügen jetzt über die neueste Kommunikationstechnik, sind mit verbesserter Sprachqualität ausgestattet und mit einem verkehrssicheren Bereich im Freiland rund um die Säule versehen.“

In Tirol gibt es derzeit rund 250 Notrufsäulen im Freiland auf der A12, A13 und S16. Dazu kommen rund 430 Notrufeinrichtungen wie Notrufnischen oder Telefonier-Möglichkeiten in den Tunnels. Zwischen 160 und 200 Anrufe über Notrufsäulen aus dem Freiland werden pro Jahr registriert. „Österreichweit kann man sagen, dass in etwa sechs Anrufe pro Tag über Notrufeinrichtungen getätigt werden“, erklärt Fink.

Parallel zum neuen Notrufsystem verbessere die Asfinag auch laufend die Kommunikation bei Vorfällen im Tunnel, betont der Geschäftsführer: „Die Beschallung innerhalb der Tunnelanlagen durch die zuständige Verkehrsmanagement-Zentrale wurde technisch verbessert – es besteht die Möglichkeit der Kommunikation bei Großereignissen von der Tunnelzentrale direkt in das Autoradio. Texte in Deutsch und neuerdings auch in Englisch weisen auf Unfälle oder Pannen hin und informieren über die wichtigen ersten Schritte für den Autofahrer im Fall des Falles.“

Notrufsäulen

Bei Anruf über Notrufsäulen kommt der Anrufer 24 Stunden pro Tag sieben Tage die Woche direkt in die mit Asfinag-Mitarbeitern permanent besetzte Überwachungszentrale in St. Jakob am Arlberg.

In der Zentrale erkennen die Mitarbeiter aufgrund der technischen Voraussetzungen, von wo aus angerufen wird und in welcher Fahrtrichtung sich der Anrufer befindet.

Die Hilfskräfte (angefangen vom Pannenfahrer über den Streckendienst bis hin zu den Einsatzkräften) können punktgenau informiert und dorthin dirigiert werden, wo sich der Hilfesuchende befindet.

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