Deutsche Unternehmen hoffen auf „berechenbares Russland“

St. Petersburg/Kiew (APA/dpa) - Die deutschen Unternehmen in Russland hoffen angesichts drohender neuer Sanktionen des Westens gegen Moskau ...

St. Petersburg/Kiew (APA/dpa) - Die deutschen Unternehmen in Russland hoffen angesichts drohender neuer Sanktionen des Westens gegen Moskau auf eine stabile und berechenbare Politik von Kremlchef Wladimir Putin. Es sei wichtig, das Potenzial der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen nicht zu zerstören, sagte der Chef der deutsch-russischen Auslandshandelskammer, Michael Harms, beim St. Petersburger Wirtschaftsforum zur dpa.

„Die Stimmung hier ist von der politischen Situation überlagert. Die Krise ruft große Besorgnis hervor“, sagte Harms, der als Experte bei mehreren Podiumsgesprächen bei der wichtigsten Wirtschaftskonferenz Russlands auftritt.

„Wenn sie nicht wissen, wie sich das Umfeld entwickelt - Stichwort Sanktionen - dann sind Unternehmer geneigt, große Projekt zurückzustellen“, sagte Harms. Die EU droht mit weiteren Strafmaßnahmen, sollte Russland sein krisengeschütteltes Nachbarland Ukraine weiterhin destabilisieren.

Harms nannte es zugleich ein „wichtiges Signal“, dass die russische Politik sich mit einer Antwort auf die Sanktionen zurückgehalten hat, um die Lage nicht eskalieren zu lassen. Insgesamt verzeichneten die deutschen Firmen in Russland weiterhin Wachstum, sagte er.