Risse an Berliner Holocaust-Mahnmal: Architekt gibt Kuratorium schuld

Berlin (APA/dpa) - Der US-Architekt Peter Eisenman macht das Denkmal-Kuratorium für die bröckelnden Betonstelen am Berliner Holocaust-Mahnma...

Berlin (APA/dpa) - Der US-Architekt Peter Eisenman macht das Denkmal-Kuratorium für die bröckelnden Betonstelen am Berliner Holocaust-Mahnmal verantwortlich. „Offenbar wurden Dinge geändert, um Geld zu sparen“, kritisierte Eisenman laut „Stern.de“. Der Fehler liege im Kuratorium, sagte der Architekt des Mahnmals.

Die Stahlmanschetten, die aus Sicherheitsgründen an dutzenden Stelen angebracht wurden, sind für Eisenman keine dauerhafte Lösung. Sie müssten erneuert werden. 2015 wird das Mahnmal zehn Jahre alt. Eisenman (81) will zum Jubiläum nach Berlin kommen.

Schon kurz nach der Eröffnung waren Risse aufgetreten. Das Berliner Landgericht hatte 2012 auf Antrag der Denkmalstiftung und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Beweisverfahren gegen die Baufirma eröffnet. Dabei soll geklärt werden, warum das für rund 27 Millionen Euro errichtete Mahnmal am Brandenburger Tor verfällt und wer dafür die Verantwortung trägt.

„Ich werde ganz sicher nicht für die Schäden zahlen“, sagte Eisenman laut „Stern.de“. Er habe natürlich nicht damit gerechnet, dass die Stelen brechen würden. „Niemand konnte damit rechnen.“