Vorfreude auf die Italienreise: Osterie d‘Italia zum Besuchen

Wien (APA) - Zu erwarten ist, dass bald auch aus Norditalien die Regenwolken abgezogen sind. Dann sollte den Reisefreuden auf dem „Stiefel“ ...

Wien (APA) - Zu erwarten ist, dass bald auch aus Norditalien die Regenwolken abgezogen sind. Dann sollte den Reisefreuden auf dem „Stiefel“ nichts mehr entgegen stehen. Als Vorfreude dient vielleicht die aktuelle Ausgabe des „Slow Food“-Restaurantführers „Osterie d‘Italia“ (Hallwag Verlag). Von GU gibt‘s neuerdings das „einfach Nudeln“-Kochbuch, nicht nur mit italienischen Rezepten.

Seit Jahren ist der an die 930 Seiten dicke Führer mit 1.700 kulinarischen Adressen - ausgewählt und empfohlen von Slow Food - ein verlässlicher Begleiter. Ob zum Beispiel im vergangenen Spätherbst mit der Entdeckung der Trattoria „Tram Tram“ in der Via dei Reti 44 bis 46 abseits der Tourismuspfade (noch im Band 2013/2014) in Rom oder im „Cucina e Vino“ in der herrlichen Barockaltstadt von Ragusa Ibla auf Sizilien, es geht immer um lokale Gerichte und Spezialitäten, wie sie eben in den tausenden Osterie täglich wieder von Traditionen und der Erfindungsgeist der italienischen Köche Zeugnis ablegen. Zumeist handelt es sich um kleine Lokale, manchmal sucht man sie in Seitengassen. Gerade dem Touristen bietet das Buch in ganz Italien verlässliche Auskunft, wo man wirklich typisch isst.

Manchmal kommt man als Italienliebhaber sogar in Versuchung auch noch die älteren Bände der Reihe zu behalten, um nur ja keiner Adresse verlustig zu gehen. Wobei auch die „Neuerungen“ oft tolle Entdeckungen sind: zum Beispiel die moderne Osteria „Zero Miglia“, welche die Fischer-Kooperative in Grado direkt am Zufahrtskanal zum Innenstadthafen (Riva Dandolo) zu einem kleinen Gourmettreffpunkt ausgebaut hat.

Ohne Nudeln geht‘s in Italien nicht. Margit Proebsts „einfach Nudeln“-Band (GU/München) bietet auf knapp 130 Seiten einen durchaus internationalen Überblick zu entsprechenden Gerichten. Perfekt wurden die Zitronennudeln mit Räucherforelle. Für zwei Personen wäscht man eine Biozitrone heiß ab, trocknet, reibt die Schale ab und presst den Saft aus. Vorbereitet werden auch je drei Stängel Dille und Zitronenmelisse (waschen, trocken abschütteln und Spitzen bzw. Blätter abzupfen und die Kräuter dann fein schneiden). 125 Gramm Räucherforellenfilet werden in kleine Stücke geschnitten.

In eine vorgewärmte Schüssel gibt man Zitronensaft, Zitronenschale, etwas Salz, etwas Zucker und Pfeffer. Das verrührt man mit einem Schneebesen, dann schlägt man vier Esslöffel Olivenöl langsam unter. Es sollte eine cremige Sauce entstehen. Zum Schluss kommen die Kräuter hinein. Mittlerweile werden 250 Gramm Bandnudeln gekocht und nach dem Abtropfen mit der Gewürz-Zitronensauce vermischt. Schließlich werden die Fischfilet-Stückchen hinzugefügt. Garnieren kann man das auf den Tellern mit jeweils zwei Esslöffeln Forellenkaviar. Das alles macht einen sehr frischen Pasta-Geschmack.

(S E R V I C E - Margit Proebst: „Einfach Nudeln“. Graefe und Unzer-Verlag, 128 Seiten, 10,30 Euro. ISBN: 978-3-8338-3776-0; Slow Food Editore: „Osterie d ?Italia 2014/15 - Über 1.700 Adressen, ausgewählt und empfohlen von Slow Food“, Hallwag Verlag, 928 Seiten, 30,80 Euro, ISBN: 978-3-8338-3695-4)