Landespolitik

Bürger planten Dorfzentrum in Mils mit

Von Nikolaus Paumgartten...

Von Nikolaus Paumgartten

Mils b. H. –Bauen als demokratischer Prozess. Diese Erfahrung machen derzeit Architekten, Politiker sowie vor allem Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Mils bei Hall. Anfang des Jahres fiel der Startschuss zu einem vom Wiener Architekturbüro nonconform begleiteten und von der Dorferneuerung Tirol unterstützten Bürgerbeteiligungsprozess. Im März war die Bevölkerung quer durch alle Altersschichten eingeladen, im Rahmen einer zweitägigen Ideenwerkstatt Vorschläge für die Gestaltung und Bebauung der Flächen an der Kirchstraße zwischen Schule und Kirche einzubringen.

Zielsetzung war, das Dorfzentrum von Mils zu beleben und dabei die Schaffung von Wohnraum für die ältere Bevölkerung zu berücksichtigen, erklärt Bürgermeister Peter Hanser. Abgesehen davon wurden dem Ideenreichtum der Milserinnen und Milser keine Grenzen gesetzt.

Mit den Rückmeldungen im Gepäck machten sich acht Tiroler Architekturbüros an die Arbeit und entwickelten Konzepte für die Gestaltung des neuen Milser Dorfzentrums. Fünf Vorschläge schafften es in die engere Auswahl und wurden einer vertiefenden Prüfung unterzogen. Die 15-köpfige Jury, bestehend aus Fachexperten sowie Vertretern der Gemeinde, kürte am Mittwoch das Siegerprojekt, am Donnerstagabend wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt.

Den Zuschlag hat das Innsbrucker Architekturbüro DIN A4 erhalten. Das Siegerprojekt sieht einen Dorfplatz mit einem Gebäude mit 30 Wohneinheiten für betreutes Wohnen vor. Die Errichtung eines Cafés und Pfarrsaals wurde ebenso berücksichtigt wie Räumlichkeiten für Vereine und eine Bücherei.

BM Hanser zeigt sich mit dem Ergebnis durchwegs zufrieden und findet nur lobende Worte für die Arbeit aller Beteiligten, Baubeginn des mit rund sechs Millionen Euro veranschlagten Projekts ist Frühling 2015, die Fertig­stellung ist spätestens im Herbst 2016 geplant. Noch zu klären ist die Lage und Einfahrtssituation einer Tiefgarage mit 60 Abstellplätzen. Sie dürfte rund 1,5 Millionen Euro kosten.

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