Enervie kündigte Rückzug aus konventioneller Stromerzeugung an

Hagen (APA/dpa) - Der westfälische Energieversorger Enervie will sich wegen hoher Verluste komplett aus der konventionellen Stromerzeugung z...

Hagen (APA/dpa) - Der westfälische Energieversorger Enervie will sich wegen hoher Verluste komplett aus der konventionellen Stromerzeugung zurückziehen. Einen entsprechenden Vorstandsbeschluss teilte das Unternehmen am Freitag in Hagen mit. Es geht um Steinkohle- und Gaskraftwerke sowie ein Pumpspeicherkraftwerk mit insgesamt 1.500 Megawatt Kapazität.

Die Kraftwerke sind für die Versorgung der Region mit rund 400.000 Kunden und vielen großen Mittelständlern noch auf Jahre unentbehrlich, weil Südwestfalen bisher unzureichend an die großen Stromautobahnen angebunden ist. Enervie habe aber allein 2013 rund 50 Mio. Euro Verlust in der konventionellen Erzeugung erwirtschaftet und wolle nun „weiteren Schaden abwenden“, hieß es. Schon im September 2013 hatte der Versorger seinen konventionellen Kraftwerkspark bei der Bundesnetzagentur zur Stilllegung angemeldet.