Nationalteam in Tirol

Veredeln, was schon gut war

Die erste von 14 Trainingseinheiten in Seefeld hat das ÖFB-Team schon hinter sich. Aber weil Alaba, Harnik, Kavlak und Fuchs fehlen, ist der Freudenkelch nicht ganz ohne Wermutstropfen.

Von Hubert Winklbauer

Seefeld – Ein Feeling, als ob sich die ÖFB-Teamspieler mit einer letzten Zusammenkunft unter dem strahlenden Himmel über Seefeld von der abgelaufenen Saison vertschüssen würden. Aber so ist es ja nicht. Die gestern so nach und nach bis zur Gänze eingetrudelten Auswahlkicker sind nicht beim Ab-, sondern beim Aufbauen. Schließlich will man nicht noch einmal, wenn es ein fußballerisches Großereignis gibt, ein Adabei sein. So wie bei der anstehenden WM in Brasilien. Österreichs Teamkicker und ihr Teamchef Marcel Koller haben versprochen, in der nächsten Schaffensperiode über Österreich hinaus weltberühmt zu werden.

Das geht fürs Erste einmal am besten, wenn man sich für die EM in Frankreich qualifiziert. Und genau daran soll gearbeitet werden. Hart, konsequent, in jeder Trainingseinheit hoch konzentriert. Gestern ging es los. Dass das rotweißrote Aushängeschild Alaba verletzungsbedingt fehlt, mag mit daran Schuld getragen haben, dass sich bei dem um 18 Uhr begonnenen Training nur wenige Kiebitze eingefunden hatten. Aber es fehlen ja auch noch Harnik, Kavlak und Kapitän Fuchs – ein ganzes Quartett also, das zu den Teamstützen gehört.

Aston-Villa-Legionär Andreas Weimann war zwar in Seefeld, aber im Zimmer des Dorint-Hotels. Und zwar schwer verkühlt. Und da war da noch der einsam Runden ziehende, leicht angeschlagene Bologna-Legionär György Garics.

Erstmals mit im Team sein durften der Jung-Salzburger Valentino Lazaro und Düsseldorf-Legionär Michael Liendl. Die Freude darüber kam in ihrer Körpersprache zum Ausdruck. Gut möglich, dass beide zu ihrem ersten Länderspieleinsatz kommen werden.

All die anderen demons­trierten erst einmal frohe Laune. ÖFB-Sportdirektor Willibald Ruttensteiner ist das auch aufgefallen: „Alle freuen sich, dass das Nationalteam wieder auf dem Platz steht“, sagt er, was all die vielen Teamverantwortlichen in vielen Jahren zuvor auch gesagt haben.

Insgesamt will Teamchef Koller in Seefeld in 14 Trainingseinheiten veredeln, was bislang in der fußballerischen Kommunikation schon gut war. Und was bei der WM-Quali schlecht gewesen war, soll gut werden. Was an technisch-taktischen Automatismen in Seefeld hinzugekommen ist, soll sich am 30. Mai im Tivoli gegen Island im Resultat niederschlagen. Am 3. Juni gibt es in Olmütz gegen die gastgebenden Tschechen dann das nächste Spiel zum Countdown zur EM-Quali. Die startet mit der Heimpartie gegen Schweden am 8. September. Mit denen ist ja noch eine Rechnung offen.

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