Motor News

Fünf Kühe für eine Weltumfahrung

Der VW-Konzern forciert Erdgasantrieb – jüngster Neuzugang ist der Octavia G-TEC (hier als Langheckversion).
© Hersteller

Der Dung von fünf Kühen, umgewandelt in Biogas, würde ausreichen, um einen Skoda Citigo mit auf diese Weltreise zu schicken. Ähnlich ressourcenschonend veranlagt ist der neue Octavia G-TEC.

Von Peter Urbanek

Amsterdam –Grün ist die Hausfarbe der Marke Skoda. Die ideale Voraussetzung für den Transport der Botschaft, alle Automobilhersteller haben die Verpflichtung, ihren Beitrag zum Umweltschutz und zur Reduktion von Emissionen zu leisten. Skoda hat seit Jahren immer wieder Initiativen in dieser Richtung gesetzt, das aktuelle Programm unter dem schönen Titel „Sustainable Mobility – aufrechthaltende Mobilität“ sieht sich in Übereinstimmung mit der weltweiten grünen Initiative zum Schutz unseres Lebensraums.

Drei Säulen bilden dieses neue Skoda-Programm. Säule eins heißt Erdgas, in seinem Schlepptau auch Biogas, ein seit vielen Jahren erfolgreich erprobter, preiswerter, geruchloser Rohstoff zum Betrieb von Fahrzeugen mit dem Zusatznutzen der geringen CO2-Emission. Erdgas, da fällt sofort der Namen Gazprom; solange aber Biomasse nur in homöopathischen Mengen zur Verfügung steht, wird die Erdölwirtschaft weiterhin der Lieferant sein. Zu Recht wurde daher im zu Ende gegangenen EU-Wahlkampf der Ruf nach alternativen Energiequellen laut gefordert. Der Skoda Octavia G-TEC, sowohl als Limousine als auch als Kombi verfügbar, vertritt als Anführer die Skoda-Gas-Fraktion. Ein Gastriebwerk wurde mit dem 1,4-Liter-110-PS-TSI-Benzinmotor vermählt, äußerlich besteht kein Unterschied zum Basismodell.

Im Kofferraum wurde das Reserveradfach für den zusätzlichen Gastank geopfert, hinter dem Tankdeckel warten zwei getrennte Stutzen auf ihre Elemente. Serienmäßig ist 6-Gang-Schaltung, 195 km/h sind eine beruhigende Topgeschwindigkeit, die CO2-Emission von 97 g/km macht Freude. Fast eine Sensation ist die Reichweite von 1330 km ohne Nachtanken mit 50 l Benzintank. Der Übergang von Gas auf Benzin erfolgt automatisch, völlig ruckfrei, der Octavia fährt sich wie seine Kollegen aus der reinen Diesel- oder Benzinzunft. Viel Freude macht die günstige Treibstoffrechnung, die Einführung in Österreich ist gegeben, ab Herbst, Einstieg ab 22.750 Euro in drei Ausstattungsvarianten. Die Gefahr, ohne Treibstoffversorgung liegen zu bleiben, ist unbegründet. Allein in Tirol finden sich 24 Tankstellen, in Österreich insgesamt rund 150.

Säule zwei im Umweltprogramm von Skoda bilden die Spritspar-Varianten unter dem Titel GreenLine. Hier regieren moderne TDI-Dieselmotoren. Start-Stopp-Automatik, Bremsenergie-Rückgewinnung, Leichtlaufreifen mit reduziertem Rollwiderstand, ein etwas tiefer gesetzter vorderer Fahrschemel, eine länger ausgelegte Getriebeübersetzung werden im Green-tec-Ausstattungspaket zusammengefasst.

Star dieser Reihe ist der Octavia GreenLine. Der 1,6-Liter-TDI-Diesel meldet einen Normverbrauch von 3,2 l/100 km bei einer gleichzeitigen CO2-Emission von 85 g/km. Ganz besonders stolz ist Skoda auf die Tatsache, dass 22 Modelle quer durch das Programm CO2-Werte unter 100 g/km vorweisen können. Die dritte Säule heißt Eigenverantwortung. Skoda reduziert bei der Produktion im Werk 25 % des Energie-und Wasserbedarfs, Tendenz steigend. Die produzierten Fahrzeuge sind zu 85 % recyclebar, engagierte Partner mit Umweltbewusstsein werden gefördert und mit einem besonderen Siegel ausgezeichnet, werksinterne Arbeitsgruppen suchen ständig nach weiteren Entlastungsmöglichkeiten der Umwelt.

Auch Kunden können ihren Beitrag leisten durch Umstellung der Fahrweise. Treibstoffsparen galt früher als nicht sexy, heute wird es zum persönlichen Verbrauchswettbewerb. Skoda-Experten haben festgestellt, dass 120/130 km/h auf Autobahnen die beste Formel für die Kombination Zeit/Verbrauch darstellen, bitte weitersagen.

Verwandte Themen