IWF gab Liechtenstein Empfehlungen zur Geldwäsche-Bekämpfung

Vaduz (APA/sda) - Das Fürstentum Liechtenstein erhält vom Internationalen Währungsfonds (IWF) „ein grundsätzlich gutes Zeugnis“ für die Bekä...

Vaduz (APA/sda) - Das Fürstentum Liechtenstein erhält vom Internationalen Währungsfonds (IWF) „ein grundsätzlich gutes Zeugnis“ für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Verbessert werden soll aber die Effektivität der Strafverfolgung und die Transparenz von Gesellschaften und Rechtsträgern.

Handlungsbedarf besteht laut dem IWF zudem bei der Harmonisierung von Berufsgeheimnissen mit Sorgfaltspflichten und bei der Klärung der Auskunftsrechte von Behörden. Das teilte am Freitag die liechtensteinische Stabsstelle Financial Intelligence Unit (SFIU) anlässlich der Präsentation der Resultate der IWF-Evaluation mit.

Der SFIU oblag die Leitung der Prüfung durch den IWF und den Europarat-Ausschuss Moneyval. IWF und Moneyval haben aufgrund der Resultate Empfehlungen ausgesprochen, wie sich das Fürstentum in einzelnen Bereichen steigern könnte. Liechtenstein hat laut SFIU bereits mit der Umsetzung begonnen.

Im Großen und Ganzen jedoch waren die prüfenden Experten mit dem Fürstentum zufrieden. Die rechtlichen Grundlagen des Zwergstaates seien „weitgehend mit dem globalen Standard zur Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung konform“. Bei Letzterem und bei der Rechtshilfe seien in den letzten Jahren signifikante Fortschritte erzielt worden, schrieb die SFIU.

Die SFIU ist die zentrale Behörde Liechtensteins zur Beschaffung und Analyse von Informationen, die zur Erkennung von Geldwäscherei, organisierter Kriminalität und Terrorismusfinanzierung notwendig sind. Bei der täglichen Arbeit stehen Entgegennahme, Auswertung und Analyse von Mitteilungen im Vordergrund, welche die Finanzintermediäre des Landes erstatten.

2013 gingen bei der SFIU 293 Verdachtsmitteilungen nach dem Sorgfaltspflichtgesetz ein, wie die Behörde weiter mitteilte. Das sind 8 Prozent weniger als im Vorjahr.

63 Prozent der Verdachtsmeldungen stammten von Banken, 17 Prozent von Treuhändern, 7 Prozent von Zahlungsdienstleistern, 5 Prozent von Versicherungen und 3 Prozent gingen von anderen Behörden ein. Rund drei Fünftel der Meldungen wurden von der SFIU an die Liechtensteinische Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

~ WEB http://www.imf.org ~ APA312 2014-05-23/12:45