Slowakei füllt Gasspeicher auf, rechnet aber nicht mit Lieferausfall

Bratislava (APA) - Die Slowakei hat wegen der Ukraine-Krise und möglicher Ausfälle bei Gaslieferungen aus Russland begonnen ihre Gasspeicher...

Bratislava (APA) - Die Slowakei hat wegen der Ukraine-Krise und möglicher Ausfälle bei Gaslieferungen aus Russland begonnen ihre Gasspeicher aufzufüllen. Premierminister Robert Fico rechnet aber nach eigenen Angaben nicht damit, dass das russische Gas ausbleibt, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK berichtet.

„Wir erwarten, dass der Gastransit fortgesetzt wird“, sagte Fico vor Journalisten. In der vergangenen Woche hatte Russlands Präsident Wladimir Putin davor gewarnt, dass Russland seine Gaslieferungen nach Europa über die Ukraine einstellen könnte, falls die Ukraine ihre Schulden für russisches Gas nicht begleicht. Selbst, wenn der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eskalieren sollte, werde russisches Gas weiterhin nach Mittel- und Westeuropa fließen, sagte Fico.

Die Slowakei deckt ihren Gasbedarf fast zur Gänze mit Erdgas aus Russland. Zu Lieferausfällen kam es im Jahr 2009 während des damaligen Gasstreits zwischen Moskau und Kiew. Falls das russische Gas jetzt wieder ausbleiben sollte, würden die Vorräte in den Gasspeichern nach offiziellen Angaben für etwa vier Monate ausreichen.