Thailand-Putsch - Deutschland sieht derzeit keine Gefahr für Urlauber

Berlin/Wien/Bangkok (APA/AFP) - Nach der Machtübernahme der Armee in Thailand sieht die deutsche Regierung keine akute Gefahr für deutsche T...

Berlin/Wien/Bangkok (APA/AFP) - Nach der Machtübernahme der Armee in Thailand sieht die deutsche Regierung keine akute Gefahr für deutsche Touristen. Urlauber sollten sich aber „über die Entwicklung informieren und sich informiert halten“, sagte ein Außenamtssprecher unter Verweis auf die Reiseinformationen des Ministeriums. Auf der Reisewarnungsliste des österreichischen Außenamts ist Thailand auch am Freitag nicht angeführt.

Das öffentliche Leben in Thailand verlaufe „weitgehend ruhig“, sagte der deutsche Sprecher. Dies gelte insbesondere für Bangkok und die bei Touristen besonders beliebten Regionen. Prinzipiell sei aber nicht auszuschließen, dass die Lage sich so verändere, „dass sich daraus größere Risiken oder auch Gefahren für deutsche Staatsbürger ergeben“. Dies sei derzeit aber nicht der Fall.

Genaue Angaben zur Zahl der Deutschen in Thailand hat das Auswärtige Amt in Berlin nicht. Der Sprecher schätzte ihre Zahl auf einen niedrigen fünfstelligen Bereich.

Zurzeit befinden sich laut Österreichs Außenamtssprecher Martin Weiss rund 3.000 heimische Urlauber in Thailand. Das hatte er am Donnerstag der APA gesagt. Etwa 500 Österreicher lebten permanent im Land.

Die Lage sei derzeit ruhig, man beobachte aber genau die Entwicklung des öffentlichen Lebens in Thailand, so Weiss. Er hatte auch gesagt, dass das Außenministerium über seine Homepage detailliert auf die aktuelle Situation in Thailand nach der Machtübernahme durch das Militär und das damit verbundene hohe Sicherheitsrisiko hinweise.

Der deutsche Außenamtssprecher verurteilte die Machtübernahme des thailändischen Militärs im Namen der Bundesregierung. Er forderte das thailändische Militär auf, „größte Zurückhaltung“ zu üben und die verfassungsmäßigen Rechte zu schützen. Die neuen Machthaber müssten die Macht „unverzüglich“ an die verfassungsmäßigen Institutionen abgeben und Neuwahlen einleiten.