Frauenlauf setzt auf Schnelligkeit und übernimmt Geparden-Patenschaft

Wien (APA) - 31.000 Läuferinnen werden am Sonntag den 27. Österreichischen Frauenlauf in Angriff nehmen. Dem Rekord an Teilnehmerinnen soll ...

Wien (APA) - 31.000 Läuferinnen werden am Sonntag den 27. Österreichischen Frauenlauf in Angriff nehmen. Dem Rekord an Teilnehmerinnen soll auch ein neuer Streckenrekord folgen. Daher setzen die Organisatoren in diesem Jahr auf Schnelligkeit und übernahmen symbolisch die Patenschaft für die neugeborenen Geparden-Drillinge im Tiergarten Schönbrunn. Immerhin ist der Gepard das schnellste Landsäugetier der Welt.

„Wir haben von der Geburt der Gepardenjungen erfahren und waren sofort entschlossen, die Patenschaft zu übernehmen“, berichtete Frauenlauf-Gründerin und Organisatorin Ilse Dippmann am Freitag bei einer Pressekonferenz im Kaiserpavillon des Zoos. Passend zum Geparden-Nachwuchs gestaltet sich auch das Design der diesjährigen Frauenlauf-Shirts: Dunkelbraune Punkte auf mangogelbem Grund. „Unsere Shirts sind ein Statement für Schnelligkeit und Stolz“, erklärte Grafikerin Veronika Molten.

Geparden können bis zu 100 km/h schnell laufen - aber nur über eine Distanz von etwa 400 Metern. Für die Starterinnen des Frauenlaufs gilt es entweder die klassische Fünf-, die Zehn-Kilometer-Laufstrecke oder eine fünf Kilometer lange Nordic-Walking-Strecke zu bewältigen. „Wir haben das schnellste Starterinnenfeld, das bei uns in Wien je dabei war“, kündigte Organisator Andreas Schnabl für Sonntag sportliche Höchstleistungen an.

Die Portugiesin Ana Dulce Felix, die den Österreichischen Frauenlauf bei drei Teilnahmen schon zwei Mal gewonnen hat, möchte ihren Streckenrekord von 15:27,4 Minuten verteidigen. Seit 2011 ist keine Dame schneller gewesen, heuer blasen gleich mehrere Top-Athletinnen zum Angriff. Konkurrenz aus dem eigenen Land bekommt Felix von Sara Moreira, die zum ersten Mal in Wien startet.

Ein Routinier bezüglich des Frauenlaufs ist hingegen die Deutsche Sabrina Mockenhaupt, die zum sechsten Mal teilnimmt und bereits auf einen gewissen „Heimvorteil“ bauen kann. „Ich freue mich immer, wenn mich die Organisatoren einladen - und bin auch froh, dass die Veranstalter die europäische Elite holen“, sagte die dreifache Siegerin mit Blick auf ihre Konkurrentinnen. Ihre Bestzeit über die fünf Kilometer beträgt 14:59,88 Minuten. Um den Sieg mitreden wollen auch die Kenianerin Veronicah Njeri Maina, die für die österreichisch-kenianische Laufinitiative „run2gether“ startet und die Spanierin Dolores Checa, die momentan in Topform auftritt.

Aus österreichischer Sicht hoffen die Veranstalter auf Annabelle Konczer. Die Quereinsteigerin begann ihre sportliche Karriere auf dem Rennrad und war 2013 zum ersten Mal beim Frauenlauf am Start. „Ich habe noch nie so einen professionellen Lauf erlebt“, sagte die 28-Jährige und freut sich auf den „Genuss, mit der Elite starten zu dürfen“.

Vorfreude war bei dem Pressetermin auch Nachwuchshoffnung Lena Ungerböck anzumerken, die erst durch ihre Teilnahme am Frauenlauf zum Laufsport kam. „Vor zwei Jahren war ich erstmals dabei und bin in meiner Altersklasse gleich Dritte geworden“, erzählte das 17-jährige Talent. Dieser Erfolg war für die Schülerin Antrieb und Motivation, zu trainieren und weiterhin zu laufen. Das diesjährige Motto „Vielfalt der Motivationen“ greift diesen Aspekt auf, denn jede der 31.000 teilnehmenden Frauen hat eine andere Motivation zu laufen. Und „diese Motivation macht es aus, dass der österreichische Frauenlauf so einzigartig ist“, so Organisatorin Dippmann.