Tennis: Melzer zum Paris-Auftakt gegen Goffin: „Ist machbar“

Paris (APA) - Die erste Runde ist für Österreichs Tennis-Herren bei den am Sonntag beginnenden French Open machbar, in einer möglichen zweit...

Paris (APA) - Die erste Runde ist für Österreichs Tennis-Herren bei den am Sonntag beginnenden French Open machbar, in einer möglichen zweiten wird es sehr schwierig. So könnte man die Auslosung für das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres am Freitag in Paris aus Sicht von Jürgen Melzer und Dominic Thiem zusammenfassen. Melzer trifft zunächst auf David Goffin (BEL), Thiem auf den Franzosen Paul-Henri Mathieu.

Doch schon eine Runde später könnten sich große Hürden für die ÖTV-Herren aufbauen. Thiem würde es nach einem Erfolg im ersten Duell mit Mathieu mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgerechnet mit dem achtfachen Paris-Sieger und Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal zu tun bekommen. Der Spanier wird gegen den US-Amerikaner Robby Ginepri zum Auftakt kaum Schwierigkeiten haben. Und Melzer spielt, falls er sich auch im dritten Duell mit Goffin durchsetzt, wohl auf Jo-Wilfried Tsonga (FRA-13). Der frühere Wien-Sieger ist gegen Landsmann Edouard Roger-Vasselin ebenfalls Favorit.

Bei den Damen hat Yvonne Meusburger mit der französischen Wildcard-Spielerin Amandine Hesse eine vom Papier her leichte Auftakt-Gegnerin. Patricia Mayr-Achleitner bekommt es allerdings mit der als Nummer 12 gesetzten Italienerin Flavia Pennetta zu tun. Möglich ist, dass sich am Samstag auch noch Tamira Paszek für den Hauptbewerb qualifiziert. Die 23-jährige Vorarlbergerin nahm am Freitag auch die zweite Hürde und hat am Samstag gegen die Deutsche Carina Witthöft gute Chancen auf den Hauptbewerb.

„Okay, na bitte. Das ist machbar. Gegen Goffin habe ich zweimal gespielt und zweimal gewonnen“, war die erste Reaktion von Jürgen Melzer auf die Auslosung, die er von der Austria Presse Agentur erfuhr. „Das ist ein Okay-Los, das kann man deutlich schlimmer treffen“, sagte Melzer, erinnerte aber daran, dass Goffin in Roland Garros schon einmal sehr gut gespielt hat. 2012 stürmte der aktuelle Weltranglisten-106. als Qualifikant ins Achtelfinale, wo er erst Roger Federer in vier Sätzen unterlag.

Das glatte Viertelfinal-Aus vom Vortag in Düsseldorf hat Melzer nicht viel von seinem zuletzt erworbenen Selbstvertrauen genommen. „Die Form stimmt, gestern ist mir ein bisserl die Luft ausgegangen. Das war einfach ein schwarzer Tag“, dachte Melzer an seinen sportlich verunglückten 33. Geburtstag zurück. Vor allem in der zweiten Runde gegen Joao Sousa habe er „extrem viel laufen müssen“, zudem sei er nach den vergangenen Wochen im Kopf etwas müde gewesen.

Die Hürde Goffin ist für Melzer aber, bei normaler Tagesform, sicher machbar. Bei Tsonga müsste er schon sein bestes Tennis auspacken. Das weiß auch Melzer. „Dass ich gegen ihn Außenseiter wäre, darüber brauchen wir nicht reden. Aber ich würde mich sehr freuen, diese Herausforderung anzunehmen.“ Aus Sicht der ÖTV-Herren hatte am Freitagabend noch Andreas Haider-Maurer die Chance, mit einem Sieg über Eric Prodon (FRA) den Paris-Hauptbewerb zu erreichen.