Test

95 Pferde und S-Paket: Die neue Lust am Cinquecento

Der 500S pflegt mit seinen 16-Zoll-Felgen und matt satinierten Karosserie-Details den sportiven Auftritt. Steht dem Kleinen gut.
© Fellner

Die Erfolgsgeschichte des Gegenwart-Klassikers Fiat 500 geht scheinbar nie zu Ende. Diesmal eine sportliche Ausfahrt mit dem 95-PS-Diesel.

Von Reinhard Fellner

Innsbruck –Der Fiat 500 ist als Neuinterpretation eines Klassikers selbst schon ein Klassiker geworden. Der mittlerweile weltweite Erfolg ist so groß, dass der Kleine nunmehr sogar zur Marke wurde – ein Kompakt-SUV namens 500X steht für Herbst bereits in den Startlöchern. Doch bleiben wir bei der 3,5-Meter-Urversion. Diese wurde nun um eine S-Version ergänzt. Das S steht beim 500S für Sport – und das sieht man auch: Ganz gleich ob es die dunkel satinierten Karosserie-Details, die Seitenschweller, sportlicheren Stoßfänger, der Heckspoiler oder die 16-Zoll-Leichtmetallfelgen sind – alle Elemente stehen für Tempo und Dynamik.

Auch innen hält der 500S, was er schon außen verspricht – das Sportlederlenkrad, der S-Schaltknauf, der Armaturenbretteinsatz in Mattsilber und der 500S-Schriftzug auf den Sportsitzen verströmen ein feines Maß an Sportlichkeit. Da passt der 95-PS-Diesel perfekt dazu und macht diesen 500 zu einem souverän-sportlichen Kult-Wägelchen. Diesel und Kleinwagen sind ja nicht überall die erste Wahl. Hier aber schon.

Geht der Multijet doch nicht nur enorm kultiviert zu Werke, sondern sprintet ansatzlos ohne jegliches Turboloch los. 200 Newtonmeter schieben den 500 ab 1500 Touren voran – so durch die Stadt oder übers Land zu wuseln: ein recht günstiger Spaß. Vor allem auch, da der Verbrauch nur bei ausschließlichem Stadteinsatz über die Fünf-Liter-Marke klettert.

Der Gipfel der gefühlten Wendigkeit: Mit dem ultraleichtgängigen City-Lenkmodus durch die Innenstadt. Dort kommt dem Fahrer nach mehreren Kleinstparklücken auch bald die Erkenntnis, dass Kürze eben doch durch nichts zu ersetzen ist – zählt doch im Großstadtdschungel jeder Zentimeter. Trotz typischer 500-Schrullen, wie die für Großgewachsene nicht gerade optimale Sitzposition und der etwas nervöse Geradeauslauf wegen des kurzen Radstands, wähnt man sich in diesem 500 wie in einem kleinen Sahnestück, zumal der TT-Testwagen innen auch noch mit einer noblen „Poltrona Frau“-Lederpolsterung (1098 Euro) austapeziert war.

Dies alles gibt mit den geschmackvollen Details Tag für Tag eine schöne Melange an Lebensfreude.

Bei einem Preis von 17.400 Euro fehlt aber auch nicht mehr viel zum Abarth 500 mit dem 135-PS-Turbobenziner.

Ein echter Sonnenschein auf Rädern wird der S zudem, wenn der Käufer die Cabrioversion bestellt hat.

Allen gemein ist die Fünf-Jahres-„vabene“-Garantie bei Fiat-Finanzierung.

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