Justiz und Kriminalität

Schmuggel von Gold: Freisprüche

(Symbolbild)
© Julia Hammerle

Innsbruck, Samnaun – Dass Verfahren mit Auslandsbezug und darauffolgende jahrelange Ermittlungen für die Justiz nicht unbedingt die Beweissi...

Innsbruck, Samnaun –Dass Verfahren mit Auslandsbezug und darauffolgende jahrelange Ermittlungen für die Justiz nicht unbedingt die Beweissituation verbessern, wurde diese Woche am Landesgericht offensichtlich. Angeklagt waren zwei Geschäftsmänner und ein Lieferant italienischer und Schweizer Nationalität wegen des Vergehens des Schmuggels als Mitglied einer Bande.

Tatzeitraum: 1995 bis 1998. Damals sollten die Männer Schmuckstücke und Uhren im Wert von 44 Millionen Euro – ohne diese zu verzollen – über Samnaun nach Österreich eingeführt haben. Die heimische Finanz sah Eingangsabgaben von immerhin neun Millionen Euro entzogen. Da man zum Fall seither jedoch noch immer keine Zeugen gehört hatte, ging der Lieferant letztlich vor einem Schöffensenat – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – frei.

Bezüglich der beiden Geschäftsmänner hatte der Innsbrucker Verteidiger Michael Hohenauer (Kanzlei Heiss) argumentiert, dass gegen sie schon ein Verfahren in Italien geführt worden war und dieses mit Freispruch geendet hatte. Eine doppelte Verfolgung im Schengenraum sei deshalb nicht mehr möglich. Das hatte rechtlichen Bestand. (fell)

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