Ukraine-Krise

Chodorkowski finanziert Beobachter für Ukraine-Wahl

Michail Chodorkowski lebt seit seiner Begnadigung Ende 2013 im Schweizer Exil.
© APA/dpa Kay Nietfeld

Der Ende 2013 aus der Haft entlassene russische Ex-Ölmanager will finanziert 800 Experten der unabhängigen Organisation Golos die Reise ins NAchbarland.

Kiew - Ex-Ölmanager Michail Chodorkowski finanziert eine Beobachtermission der unabhängigen russischen Organisation Golos bei der Präsidentenwahl an diesem Sonntag in der Ukraine. Der Ende 2013 aus russischer Haft entlassene Unternehmer ermögliche damit bis zu 800 Golos-Experten die wichtige Reise in das Nachbarland, berichtete die Moskauer Tageszeitung „Iswestija“ am Freitag.

Chodorkowski wolle „soviel unabhängige Beobachter wie möglich, um der mit Spannung erwarteten Wahl Legitimität zu verschaffen“, hieß es. Hingegen bekräftigte Russland, keine Delegation zur Abstimmung entsenden zu wollen. „Wir werden uns anschauen, wie diese Wahl verläuft“, sagte der Chef der Kremlverwaltung, Sergej Iwanow. Wichtiger sei eine Verfassungsreform in der Ex-Sowjetrepublik.

Die Regierung in Kiew erwarte etwa 3000 internationale Wahlbeobachter aus rund 20 Ländern, sagte der ukrainische Vize-Außenminister Daniil Lubkiwski. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will mit etwa 1000 Experten im Einsatz sein, darunter sind auch Österreicher wie die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Christine Muttonen.

Die ukrainische Regierung räumt ein, dass eine reguläre Wahl im krisengeschüttelten Osten des Landes kaum möglich ist. Dort läuft eine „Anti-Terror-Aktion“ der Armee gegen militante Separatisten. (APA/dpa)

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