Standort Tirol

„Betteltour“ diesmal nicht geplant

Venet Bergbahnen AG fuhr Minus von 360.000 Euro ein und will Darlehen aufnehmen.

Landeck, Zams –Zu wenig Einnahmen, zu hohe Ausgaben bzw. Kosten: Das war und ist die Dauerdiagnose für die in öffentlichem Besitz befindliche Venet Bergbahnen AG.

Im jüngsten Wirtschaftsjahr (1. Mai 2013 bis 30. April 2014) fuhr die AG ein Minus in Höhe von 360.000 Euro ein. „Von den ungünstigen Rahmenbedingungen im vorigen Winter sind kleinere Skigebiete härter betroffen“, erläuterten die ehrenamtlich tätigen Vorstände BM Siggi Geiger, VBM Manfred Jenewein, VBM Herbert Mayer und GR-Mitglied Hansjörg Unterhuber. Die Fahrgastfrequenz sei um neun Prozent gesunken, man habe in die Gastronomie investiert, und Behördenauflagen hätten Mehrkosten beschert. Andererseits sei klar, dass der Betriebsabgang ohne Gipfelhütte um einiges höher ausgefallen wäre. In Summe konnten 8700 Nächtigungen erzielt werden, prognostiziert waren 7000 Nächtigungen.

Bei Fehlbeträgen, egal welcher Art, mussten bisher stets die Hauptaktionäre (Gemeinden und TVB) einspringen. In Gemeinderatssitzungen 2011 und 2012 forderten einzelne Mandatare, die Bahn müsse zugesperrt werden.

Doch diesmal gehen Vorstand und Aufsichtsrat einen anderen Weg: Man will auf eine neuerliche „Betteltour“ verzichten. „Wir möchten die Eigentümer nicht belasten und nehmen ein eigenes Darlehen für den Fehlbetrag auf“, sagte Finanzreferent Jenewein. Vorgespräche mit Banken habe es bereits gegeben, die Signale seien positiv. Dank Gipfelhütte und neuer kulinarischer Angebote hat die Venet AG einen Umsatzsprung von 1,3 auf zuletzt 2,5 Mio. Euro gemacht. Über nötige Investitionen in die Beschneiungsanlage werde man dennoch mit den Aktionären verhandeln müssen. (hwe)

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