Italien: Eine Milliarde Euro für Kirche durch „Otto per mille“

Rom (APA) - Die katholische Kirche Italiens hat 2013 gut eine Milliarde Euro durch Steuereinnahmen erhalten. Das teilte der Vorsitzende der ...

Rom (APA) - Die katholische Kirche Italiens hat 2013 gut eine Milliarde Euro durch Steuereinnahmen erhalten. Das teilte der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz (CEI), Kardinal Angelo Bagnasco, am Freitag laut Kathpress mit. Dies entspricht in etwa dem Vorjahresergebnis.

In Italien gibt es keinen Kirchenbeitrag nach österreichischem Vorbild. Jeder Bürger kann in der jährlichen Steuererklärung selbst bestimmen, ob er den obligatorischen Betrag von „otto per mille“ (0,8 Prozent) seiner Einkommenssteuer für religiöse, soziale oder humanitäre Zwecke zur Verfügung stellen will. Mögliche Empfänger sind der Staat, Hilfsorganisationen, die katholische Kirche und andere Religionsgemeinschaften, die mit dem Staat ein entsprechendes Abkommen getroffen haben.

Die meisten Italiener treffen keine Entscheidung. Ihre Steuerbeträge werden in dem Verhältnis aufgeteilt, in dem sich die übrigen Steuerzahler für einen kirchlichen oder anderen Verwendungszweck entschieden haben.

Auch mehrere Staaten Mittel- und Osteuropas haben nach der „Wende“ das italienische Kirchenfinanzierungssystem übernommen, wonach Steuerzahler bestimmen können, welcher Konfession ein minimaler Teil ihrer Steuerzahlungen überwiesen wird.