USA

„New York Times“ prangert Todesstrafe scharf an

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Von US-Gericht gestoppte Hinrichtung im Bundesstaat Missouri heizt die Debatte um die Todesstrafe an. Von der NYT kommen ungewohnt scharfe Töne.

Washington – Die vom obersten US-Gericht gestoppte Hinrichtung im Bundesstaat Missouri hat die Debatte über die Todesstrafe in den USA angeheizt. Die „New York Times“ meinte in einem ungewöhnlich scharfen Kommentar am Freitag: „Es gibt keine sauberen Exekutionen.“ Die jüngste Debatte über Hinrichtungen mit der Giftspritze zeige vielmehr „die makabre Absurdität“ der Todesstrafe in den USA.

Hinrichtungen mit einem Giftcocktail seien ebenso problematisch wie auf dem elektrischen Stuhl, schrieb die Zeitung. Hintergrund sind zunehmende Berichte über das qualvolle Sterben von Verurteilten, weil die injizierten Gifte nicht schnell genug wirkten.

Erst am Mittwoch hatte der Supreme Court entschieden, dass der Mörder Russell Bucklew im Bundesstaat Missouri vorerst nicht exekutiert werden darf. Der 46-Jährige hatte gesundheitliche Probleme geltend gemacht, die eine Exekution mit einem Giftcocktail quälend und schmerzhaft machen könnten.

Ende April hatte der qualvolle Tod des Verurteilten Clayton Lockett in Ohio Millionen Amerikaner schockiert. Lockett starb unter extremen Schmerzen, erst 43 Minuten nachdem ihm die giftigen Substanzen gespritzt worden waren. (APA/dpa)

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