Journalist Greenwald: Keine Angst vor den USA bei Snowden-Asyl

München (APA/dpa) - Ein Land, das Edward Snowden Asyl gibt, hätte nach Ansicht seines Vertrauten Glenn Greenwald von den USA nicht sonderlic...

München (APA/dpa) - Ein Land, das Edward Snowden Asyl gibt, hätte nach Ansicht seines Vertrauten Glenn Greenwald von den USA nicht sonderlich viel zu befürchten. „Wer dem meistgesuchten Mann der Welt Asyl gibt, wird einen Preis dafür zahlen müssen. Ich glaube aber, dass der Preis nicht ansatzweise so hoch sein würde, wie manche denken“, sagte der Journalist am Freitag in München im dpa-Interview.

„Die USA sind nicht mehr so mächtig wie sie mal waren und brauchen Deutschland mindestens genauso wie Deutschland die USA braucht.“

Dass Deutschland dem Informanten, der den NSA-Skandal ins Rollen brachte, kein Asyl gewähren wolle, sei „Ausdruck extremer Feigheit“, betonte Greenwald. „Edward Snowden ist ein riesiges Risiko eingegangen, um für die Rechte deutscher Bürger und auch deutscher Politiker einzutreten. Deutschland müsste viel weniger opfern als er, um für Snowdens Rechte einzutreten. Das ist eine Schande.“