Anonyme Vorwürfe gegen Steiermärkische wegen Großkredite - Bank prüft

Wien/Graz (APA) - Ein anonymer, offensichtlich von einem Bankinsider verfasster Brief sorgt in der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG f...

Wien/Graz (APA) - Ein anonymer, offensichtlich von einem Bankinsider verfasster Brief sorgt in der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG für Unruhe, berichtet der „Standard“ (Samstag). In dem Schreiben werde Vorstand und Aufsichtsrat vorgeworfen, dass Großkunden „überzogene und unvertretbare“ Kreditnachlässe bekommen hätten. Die Bank prüft bereits.

Bankchef Gerhard Fabisch bestätigte der Zeitung, dass der Brief bereits Gegenstand einer Prüfung der Innenrevision und des Sparkassenprüfverbands sei. Er gehe aber davon aus, dass an den Vorwürfen „nichts dran“ sei. Die Prüfergebnisse sollen Ende Mai vorliegen, in der ersten Juni-Woche könnte eventuell eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen werden.

Zu den Vorwürfen, Großkunden seien in der Bank an sich „nie übliche“ Kreditnachlässe gegeben worden, meinte Fabisch dem Zeitungsbericht zufolge, es gehe bei Krediten immer wieder um die grundsätzliche Frage, ob es in Krisenfällen zu Nachlässen oder neuen Geldzuschüssen kommen soll. „Wir sind als eine sehr vorsichtige Bank bekannt.“ Den vierköpfigen Vorstand halte er für nicht überbesetzt - es war dies ein weiterer Vorwurf des Briefschreibers.

Das Schreiben ging laut „Standard“ an die Aufsichtsräte der Bank und den Sparkassenprüfungsverband. Es sei darin auch von Gefälligkeitsgutachten und möglichen Scheinrechnungen die Rede. Der prominenteste, namentlich genannte Großkunde sei Gilbert Frizberg, Industrieller und Verbund-Aufsichtsratschef. Dieser hält das Ganze laut Zeitung für eine Intrige gegen seine Person. „Es ist ungeheuerlich, dass ich da hineingezogen worden bin“, wird er zitiert.

~ WEB http://www.steiermaerkische.at ~ APA590 2014-05-23/18:07