Diplomat: Bewaffnete im Norden Malis einigen sich auf Waffenruhe

Bamako/Addis Abeba (APA/AFP) - Nach Gesprächen unter Vermittlung der Afrikanischen Union (AU) haben sich nach Diplomatenangaben im Norden vo...

Bamako/Addis Abeba (APA/AFP) - Nach Gesprächen unter Vermittlung der Afrikanischen Union (AU) haben sich nach Diplomatenangaben im Norden von Mali mehrere bewaffnete Gruppen auf eine Waffenruhe geeinigt. Dem AU-Präsidenten Mohammed Ould Abdel Aziz sei es gelungen, in Kidal eine Kampfpause zu erreichen, nachdem er mit Vertretern dreier Rebellengruppen gesprochen habe, verlautete am Freitag aus diplomatischen Quellen in Kidal.

Die Gruppen hätten sich demnach darauf verständigt, die Kämpfe einzustellen und „dort zu bleiben, wo sie sind“, hieß es weiter

Der mauretanische Staatschef und AU-Präsident Aziz hatte zuvor einen Besuch in Ruanda abgebrochen und war in Begleitung des Leiters der UN-Friedenstruppe für Mali (Minusma), Bert Koenders, in die Rebellenhochburg Kidal gereist. Dort traf er Vertreter der in der Nationalen Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) zusammengeschlossenen Tuareg-Rebellen sowie des Hohen Rats für die Einheit von Azawad (HCUA) und der Arabischen Bewegung von Azawad (MAA).

Zuletzt hatten Tuareg-Rebellen im unruhigen Norden Malis weitere Geländegewinne verzeichnet und die Städte Kidal und Ménaka erobert. Bei den Kämpfen seien seit Mittwoch rund 20 Soldaten getötet und 30 weitere verletzt worden, erklärte das malische Verteidigungsministerium.

~ WEB http://www.au.int/ ~ APA646 2014-05-23/20:28