Wohl mehr als 13 Tote im Zündschloss-Skandal bei GM

Detroit (Michigan) (APA/Reuters) - Durch die fehlerhaften Zündschlösser in Autos des US-Konzerns General Motors sind der US-Verkehrsaufsicht...

Detroit (Michigan) (APA/Reuters) - Durch die fehlerhaften Zündschlösser in Autos des US-Konzerns General Motors sind der US-Verkehrsaufsicht zufolge mutmaßlich mehr als die bisher genannten 13 Menschen gestorben. Die endgültige Zahl sei ihr zwar nicht bekannt, erklärte die Aufsichtsbehörde NHTSA am Freitag auf eine Reuters-Anfrage. „Wir halten es aber für wahrscheinlich, dass mehr als 13 Menschen ihr Leben verloren haben.“

Verbraucherschützer sprechen seit Monaten von bis zu 300 Todesopfern in Folge des Zündschloss-Defekts. Die Opel-Mutter hatte im Februar 2014 rund 2,6 Millionen Autos wegen des Problems in die Werkstätten berufen. Dabei hatten GM-Ingenieure schon vor 13 Jahren festgestellt, dass es fehlerhafte Zündungen gibt.

Bei den Autos kann die Zündung auch bei hohem Tempo unvermittelt in einen Modus springen, bei dem sich Motor und elektrische Systeme abschalten. Auch die Airbags funktionieren dann nicht mehr. Inzwischen ermitteln mehrere US-Behörden gegen GM. Der Opel-Mutter steht zudem eine Klagewelle ins Haus.

~ ISIN US37045V1008 WEB http://www.gm.com/ ~ APA006 2014-05-24/01:26