Regierung und Rebellen in Mali unterzeichneten Waffenruhe

Bamako/Addis Abeba (APA/AFP) - Die Konfliktparteien in Mali haben eine Waffenruhe vereinbart. Am Freitagabend (Ortszeit) sei ein entsprechen...

Bamako/Addis Abeba (APA/AFP) - Die Konfliktparteien in Mali haben eine Waffenruhe vereinbart. Am Freitagabend (Ortszeit) sei ein entsprechendes Abkommen zwischen der Regierung und drei Rebellengruppen unterzeichnet worden, hieß es in einer Erklärung der UN-Friedenstruppe für Mali (MINUUSMA). Die Einigung kam unter Vermittlung der Afrikanischen Union (AU) zustande.

Der mauretanische Staatschef und amtierende AU-Präsident Mohammed Ould Abdel Aziz hatte sich am Nachmittag mit Vertretern der Milizen getroffen, um sie zu einer Kampfpause zu bewegen. Die in der Nationalen Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) zusammengeschlossenen Tuareg-Rebellen, der Hohe Rat für die Einheit von Azawad (HCUA) und die Arabische Bewegung von Azawad (MAA) sagten nach den Gesprächen zu, die Kämpfe einzustellen.

Azawad ist der Name einer vorwiegend von Tuareg bewohnten Region, die den Norden Malis und Teile der benachbarten Staaten umfasst. Die Tuareg-Rebellen kämpfen seit den 1960er Jahren für die Unabhängigkeit oder Autonomie großer Gebiete in der Region. Die Regierung in Bamako lehnt eine Autonomielösung ab.

Zuletzt hatten Tuareg-Rebellen im unruhigen Norden Malis weitere Geländegewinne verzeichnet und die Städte Kidal und Menaka erobert. Bei den Kämpfen seien allein seit Mittwoch rund 20 Soldaten getötet und 30 weitere verletzt worden, erklärte das malische Verteidigungsministerium.

Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Frankreich griff im Jänner vergangenen Jahres militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen zu stoppen. An einer EU-Trainingsmission sind seit April letzten Jahres auch neun Österreicher beteiligt.

~ WEB http://www.au.int/ ~ APA007 2014-05-24/02:14