Owen Pallett bei „In Conflict“ von Stockhausen geleitet - Popnews

Wien (APA) - Der kanadische „Barock-Popper“ Owen Pallett hat auf seinem vierten Album „In Conflict“ (Domino Records) mit Brian Eno einen pro...

Wien (APA) - Der kanadische „Barock-Popper“ Owen Pallett hat auf seinem vierten Album „In Conflict“ (Domino Records) mit Brian Eno einen prominenten Support. Was den Klang betrifft, so sei er vom Elektronik-Pionier Stockhausen beeinflusst gewesen, aber auch 80er-Pop wie etwa von den Eurythmics sei Inspiration gewesen, erklärte der früher als Final Fantasy bekannte Musiker.

„Meine Einflüsse zeigen sich aber auf sehr seltsame Arten“, sagte der 34-Jährige in einem Interview, wobei im Falle von Stockhausen die Dominanz der Synthie-Sounds durchaus offensichtlich ist. Seinen experimentellen Pop hat der ausgebildete Violinist auch mit Unterstützung des Prager FILMharmonic Orchestras umgesetzt. Aufgenommen wurde „In Conflict“ zum Teil im Studio von Arcade Fire. Seine Bekanntheit hat Pallett nicht zuletzt für das Verfassen derer Streicher-Arrangements erlangt.

Die Berliner Beatsteaks haben für den 1. August ihr siebentes Studioalbum angekündigt, das bei Warner Music erscheinen wird. Dem selbstbetitelten Werk ist bereits die erste Single „DNA“ vorangegangen, die auf der Band-Webseite zum kostenlosen Download bereit steht. Die auch politisch engagierte Punk-Band gibt es am 7. November live im Wiener Gasometer zu sehen.

Eine dezente Neuausrichtung liefert das Kollektiv Bonaparte: Konnte man zu Party-Smashern wie „Too Much“ oder „Anti Anti“ noch gedankenverloren die Tanzfläche unsicher machen, schleichen sich auf dem selbstbetitelten Album Nummer vier auch nachdenklichere Töne ein. Die Gruppe um Tobias Jundt verliert dabei aber nichts von ihrer Anziehungskraft, sondern hat vielmehr an den richtigen Schrauben gedreht und ihren kruden Mix aus Electro, Punk und humorigen Zeilen mit einer wohltuenden Prise Nachvollziehbarkeit gewürzt. Mitunter werden da gar zart-romantische Klänge bedient, wie bei „Into The Wild“, während die erste Single „Two Girls“ Westernflair versprüht. Live beim Festival „Poolbar auf der Wiese“ am 19. Juli in Dornbirn zu erleben.

Eine österreichisch-amerikanische Zusammenarbeit ist die Band Te Po, bestehend aus Sofa Surfer Wolfgang Frisch und Sängerin Rahamey Po. Auf ihrem Debütalbum „Love Run Ambush And Escape“ setzen die beiden auf atmosphärische Elektronik, ein dezent an die 80er-Jahre angelehntes Klangbild sowie Dreampop-Versatzstücke. Man wollte dabei sowohl „uneingeschränkter Schönheit wie auch uneingeschränkter Dunkelheit“ Raum geben, wie Frisch über die neun Stücke erzählt. Vorstellen wird das Duo sein Material etwa beim diesjährigen Popfest (24. bis 27. Juli) in Wien.

Sein Auskommen mit Beats und Rhymes zu finden, scheint Curtis Jackson schon lange nicht mehr zu reichen. Als Rapper 50 Cent landete er vor mehr als zehn Jahren mit der Single „In Da Club“ und dem dazugehörigen Album „Get Rich or Die Tryin‘“ einen weltweiten, durchschlagenden Erfolg. Seitdem folgten nicht nur drei weitere Platten, sondern wagte Jackson zudem den Sprung auf die Kinoleinwand, ging unter die Autoren und ist Protagonist eines Videospiels. Da wirkt die Ankündigung seines fünften Albums „Animal Ambition“, das Anfang Juni erscheint, geradezu konservativ. Wirklich herausragend sind die neuen Stücke dann auch nicht, obwohl der Albumopener „Hold On“ durchaus eingängigen Hip-Hop im Mainstream-Korsett bietet. Aber Autotune-Missetaten wie „Smoke“ oder das plakative „I‘m A Hustler“ bringen den Hörer auf den Boden der Tatsachen zurück.

Die wirklich wichtigen Themen muss man direkt ansprechen. Das könnte sich auch Marcus Heider gedacht haben, der seine Band Love God Chaos nennt. Mit drei Mitstreitern fabriziert der Grazer Musiker nach Projekten wie The Trainleaders und Spuk handgemachten Indie-Rock mit Hang zur Melancholie und hat sich dafür überdies das Pseudonym John Krempl zugelegt. Das dieser Tage erschienene Debüt „Wo das Meer am tiefsten ist“ präsentiert man u.a. am 27. Mai im Cafe Carina in Wien sowie am 6. Juni in der Exil Musicbar in Bruck an der Mur.