Innsbruck

Polizei klärte „Neffentrick“ auf und warnt vor Betrügern

Bei den Opfern handelt es sich um zwei Innsbrucker Pensionisten. Zwei Polen gerieten in das Visier der Polizei und wurden festgenommen. Schmuck und ein fünfstelliger Bargeldbetrag konnten sichergestellt werden.

Innsbruck – Einen sogenannten „Neffenbetrug“ haben die Tiroler Polizei und ihre Kollegen in München geklärt. Nach Angaben vom Samstag konnte in der bayerischen Landeshauptstadt in Innsbruck entwendeter Schmuck und Bargeld in fünfstelliger Höhe sichergestellt werden. Zwei Personen im Alter von 14 und 28 Jahren wurden angezeigt.

Am Donnerstag Schmuck wurden zwei Innsbrucker Pensionisten von einem Mann telefonisch kontaktiert, der sich als „guter Bekannter“ ausgab und versuchte, für einen angeblichen Wohnungskauf einen hohen Bargeldbetrag als kurzfristiges Darlehen herauszulocken.

Ein Opfer schöpfte Verdacht und brach das Telefongespräch ab, das zweite Opfer übergab den später sichergestellten Bargeldbetrag und Goldschmuck an eine Frau, die beides angeblich für den Bekannten abholte.

In München wurden schließlich die 28-Jährige und eine 14-Jährige - beide polnische Staatsangehörige - vorübergehend festgenommen. Von Zeugen der Übergabe in Innsbruck wurden die beiden schließlich wiedererkannt. (APA)

Empfehlungen der Polizei

• Brechen Sie Telefonate, bei denen Geldaushilfen von Ihnen gefordert werden, sofort ab.

• Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.

• Kontaktieren Sie den „vermeintlichen“ Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden.

• Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen und geben Sie sich nicht mit einer „Vertretung“ zufrieden.

• Lassen Sie in Ihr Haus oder ihre Wohnung niemanden, den Sie nicht kennen.

• Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette/-bügel.

• Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen.

• Notieren Sie sich - sofern möglich - Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges.

• Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle (Notruf 133).

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Michael Domanig

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