EU-Wahl: „Europa anders“ denkt auch Kooperation in Österreich an

Wien (APA) - Die Wahlplattform „Europa anders“ erwägt, auch bei künftigen Urnengängen gemeinsam zu kandidieren: „Mit dem erfolgreichen Wahlk...

Wien (APA) - Die Wahlplattform „Europa anders“ erwägt, auch bei künftigen Urnengängen gemeinsam zu kandidieren: „Mit dem erfolgreichen Wahlkampf wurde das Fundament für weitere Zusammenarbeit gelegt“, erklärte der Pressesprecher der Wahlallianz Christopher Clay bei einer abschließenden Pressekonferenz am Wiener Yppenmarkt.

Da man im Wahlkampf vielfach auf den Wunsch nach einer neuen, progressiven, linken Kraft auch in der Innenpolitik gestoßen sei, werde nun über eventuelle weitere Wahlantritte nachgedacht - wobei auch die Integration weiterer Gruppen und Quereinsteiger in die Allianz Thema sei. In den nächsten Wochen sollen dazu erste Treffen stattfinden, berichtete Clay.

Mit der von Martin Ehrenhauser angeführten Kampagne zur Europa-Wahl zeigte sich das aus KPÖ, Piraten und „Der Wandel“ bestehende Bündnis zufrieden. „Wir haben geschafft, was uns niemand zugetraut hat: Gemeinsames vor Trennendes zu stellen und mit einem Budget von unter 50.000 Euro einen kreativen, unübersehbaren Wahlkampf zu führen“, so Fayad Mulla vom Wandel, Juliana Okropiridse von der Piratenpartei und Mirko Messner von der KPÖ unisono. Spitzenkandidat Martin Ehrenhauser sieht seinen Wiedereinzug ins Europaparlament, der für ihn eine „Sensation“ wäre, in greifbarer Nähe: „Es wird aber noch auf jede Stimme ankommen“, ist dem frühere Kandidaten der Liste Martin bewusst, dass es eng wird.

Einen Wahlaufruf startet am Samstag auch noch das BZÖ. Dessen Obmann Gerald Grosz meinte in einer Aussendung: Wer nicht zur Wahl gehe, bereite nur SPÖ und ÖVP die Räuberleiter. Wählen sollte man aus seiner Sicht das orange Bündnis mit dessen Spitzenkandidatin Angelika Werthmann. Denn diese werde sich für die wirklich wichtigen Themen einsetzen, nämlich für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und die Beendigung der bisherigen Schuldenpolitik.