Handball

Der Traum vom Titel in der Bundesliga platzte

Die junge Mannschaft von medalp Handball Tirol vergab mit einer 25:30-Niederlage die Chance auf den ersten Bundesliga-Meistertitel.

Von Benjamin Kiechl

St. Pölten –Nicht Lissabon, wo das Champions-League-Finale ausgetragen wurde, sondern St. Pölten war für das Team von Handball-Tirol-Coach Harald Winkler gestern der Nabel der Sportwelt.

Auch wenn es bei Weitem um weniger Geld ging – die Anspannung war dem Überraschungsteam der Bundesliga deutlich anzumerken. Ausgerechnet Sieben-Meter-Garant Christoph Walter scheiterte nach sechs Minuten in seiner Spezialdisziplin. Die Deckung der Gastgeber aus Niederösterreich war effektiv, phasenweise sogar grenzwertig. Einzig Valdas Novickis vermochte sich durchzusetzen und wurde mit sieben Treffern zum Tiroler Topscorer.

Trotzdem gelang es den Innsbruckern über die gesamte Spieldauer nicht, mit den Hausherren gleichzuziehen. Im Minutentakt tauchte St. Pölten vor dem Tor auf. Alle drei Torhüter (Gran, Heiss, Wieser) sammelten Einsatzminuten – ein Patentrezept fand keiner. St. Pölten stürmte vor Heimpublikum in Richtung Meistertitel. Dank späten Toren von Pius Steiger stand es zur Halbzeit „nur“ 12:14.

In der zweiten Hälfte keimte nochmals Hoffnung auf, da Georg Furtmüller vom Parkett musste. Aus dem vermeintlichen Vorteil konnte Innsbruck jedoch kein Kapital schlagen: Der Rückstand wuchs an, Coach Harald Winkler geriet an der Seitenlinie in Rage und kassierte eine Abmahnung vom Schiedsrichter-Duo. In den letzten fünf Minuten versuchten die Tiroler noch eine Aufholjagd, im Konter erzielten die Hausherren den 25:30-Endstand. Im ersten Moment war das freilich ein Faustschlag ins Gesicht der erfolgshungrigen Tiroler Spieler, die im Kollektiv zu Boden sanken.

„Wir sind enttäuscht“, stammelte Innsbruck-Trainer Winkler. „Wir sind zuhause stark aufgetreten, konnten aber auswärts unsere Leistung nicht abrufen.“ Sportkoordinator Thomas Lintner sieht trotz verpassten Meistertitels viel Licht am Tiroler Handballhimmel: „Die Finalteilnahme bestätigt unseren Weg. Es ist wichtig, den jungen Spielern jede Menge Einsatzminuten zu geben. Nächste Saison kommen wir wieder!“

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