Gesellschaft

20 Jahre Aktion Tagesmütter

Sie bieten Kindern Berufstätiger ein „liebevolles Teilzeit-Zuhause“. Gestern wurde gefeiert.

Innsbruck –Es waren Alleinerzieherinnen auf der Suche nach entsprechender Kinderbetreuung, die den Anstoß gaben: Lange bevor der Katholische Familienverband (KFV) vor 20 Jahren die Aktion Tagesmütter ins Leben rief, begannen einzelne Frauen vor 40 Jahren, sich in einer Art Nachbarschaftshilfe um die Kinder berufstätiger Mütter zu kümmern. Diese ersten Tiroler Tagesmütter sollten mit „Geschick, Liebe und Klugheit dazu beitragen, dass die Aktion gelinge“, wie es vom KFV damals hieß.

Im Laufe der Zeit stieg die Nachfrage ständig an, die Anforderungen an die flexibelste aller Kinderbetreuungen änderten sich. 1994 gründete der Familienverband die „Aktion Tagesmütter“, im vergangenen Jahr betreuten 126 Tagesmütter insgesamt 652 Kinder. Vieles wurde erreicht, wie die Anerkennung als Beruf, die Absicherung der Tagesmütter, ein Gütesiegel für die Ausbildung und schließlich die Zusammenführung aller fünf Vereine in Tirol.

Bei dem Festakt blickte Vorsitzende Claudia Bstieler mit einem lachenden Auge zurück – „ich freue mich, dass wir so vielen Kindern ein liebevolles Teilzeit-Zuhause bieten“ –, aber auch mit einem weinenden Auge. Etwa, was eine wirklich freie Wahl bei der Kinderbetreuung betrifft, aber auch die geringe Förderung durch die öffentliche Hand. Wie Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer meinte, sei das Ziel noch lange nicht erreicht. „Noch alles Gute, unsere Unterstützung haben Sie.“ (ms)

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