Rückrufe

GM: Wohl mehr als 13 Tote im Zündschloss-Skandal

Bei Toyota sorgt ein Rückruf von 50.000 Geländewagen für Aufsehen.Foto: Reuters/Wilking
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Detroit – Wegen fehlerhafter Zündschlösser bei Fahrzeugen der Opel-Mutter General Motors sind offenbar mehr Menschen ums Leben gekommen als ...

Detroit –Wegen fehlerhafter Zündschlösser bei Fahrzeugen der Opel-Mutter General Motors sind offenbar mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher bekannt. Die endgültige Zahl sei ihr zwar nicht bekannt, erklärte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA: „Wir halten es aber für wahrscheinlich, dass mehr als 13 Menschen ihr Leben verloren haben.“

Verbraucherschützer sprechen seit Monaten von bis zu 300 Todesopfern infolge des Zündschloss-Defekts. GM hatte erst im Februar 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten gerufen, obwohl das Problem seit rund zehn Jahren bekannt war. Nach Angaben des Autobauers soll der Defekt bei den Zündschlössern zu 13 Todesfällen geführt haben. Diese Zahl basiere auf einer Analyse der zur Verfügung stehenden Informationen, sagte GM-Sprecher Jim Cain. Inzwischen habe der Konzern Kenntnis über etwa ein Dutzend weitere Unfälle, die auf die fehlerhaften Zündungen zurückgehen. Die Behörde sei darüber informiert. 35 Unfälle hatte GM bereits gemeldet. Weitere Todesfälle seien GM jedoch nicht bekannt, sagte Cain. Sollte GM neue Informationen erhalten, werde der Konzern dies der Behörde umgehend mitteilen. Bei den Autos kann die Zündung auch bei hohem Tempo unvermittelt in einen Modus springen, bei dem sich Motor und elektrische Systeme abschalten. Auch die Airbags funktionieren dann nicht mehr. Wegen seiner zögerlichen Reaktion wurde GM bereits von der US-Verkehrsaufsicht zu einer Höchststrafe von 35 Millionen Dollar (25,68 Millionen Euro) verdonnert. Der Skandal dürfte damit jedoch noch längst nicht erledigt sein, weil eine Reihe weiterer Regierungsstellen Ermittlungen aufgenommen haben. Zudem rief GM inzwischen wegen anderer Sicherheitsmängel zusätzlich Millionen Fahrzeuge zurück. (APA, Reuters)

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