Hochwasser - EU-Experten zur Schadenbewertung bereits in Serbien

Belgrad (APA) - EU-Experten, die serbischen Behörden bei der Bewertung des durch katastrophale Überschwemmungen angerichteten Schadens helfe...

Belgrad (APA) - EU-Experten, die serbischen Behörden bei der Bewertung des durch katastrophale Überschwemmungen angerichteten Schadens helfen sollen, sind bereits vor Ort. EU-Regionalkommissar Johannes Hahn erklärte dies am Samstag nach einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten Aleksandar Vucic in Belgrad.

Für Angaben über die Finanzmittel, welche Serbien aus dem EU-Solidaritätsfonds erwarten könne, sei es noch zu früh. Es werde sich um bedeutende Hilfe handeln, allerdings müssten zuerst der Schaden sowie die dringenden Maßnahmen und Prioritäten festgelegt werden, erläuterte EU-Regionalkommissar.

EU-Beitrittskandidat Serbien werde bereits als Mitglied behandelt und man werde alles unternehmen, um ihm zu helfen, präzisierte Hahn im Hinblick auf den Solidaritätsfonds.

Serbische Behörden haben laut einer Aussendung aus dem Kabinett des Außenministers Ivica Dacic von Hahn auch die Zusicherung erhalten, dass die EU-Kommission schleunigst daran arbeiten werde, Serbien die Inanspruchnahme von Finanzmitteln aus der Beitrittshilfe (IPA) zu ermöglichen.

Wie Regierungschef Vucic erläuterte, würde es sich um die in den Jahren 2011 und 2012, zum Teil auch 2013 zur Verfügung gestellten IPA-Finanzmittel handeln, die aus Mangel an Projekten nicht in Anspruch genommen worden seien.

EU-Regionalkommissar soll am Nachmittag einige der meist betroffene Regionen, unter anderem Obrenovac und Sabac, wo auch österreichische Retter im Einsatz sind, besuchen.