Libanons scheidender Präsident ruft Parteien zum Dialog auf

Beirut (APA/dpa) - Libanons scheidender Staatspräsident Michel Suleiman hat die rivalisierenden Gruppen im Land zum Dialog aufgerufen. Bei e...

Beirut (APA/dpa) - Libanons scheidender Staatspräsident Michel Suleiman hat die rivalisierenden Gruppen im Land zum Dialog aufgerufen. Bei einer Abschiedsrede vor 420 libanesischen und ausländischen Politikern im Präsidentenpalast in Beirut sagte er am Samstag: „Das Machtvakuum bedroht die politische Ordnung.“ Ein Dialog sei der einzige Weg aus dem Dilemma.

Die Wahl des neuen Präsidenten war am Donnerstag auch im fünften Anlauf im Parlament gescheitert. Im Libanon kann nur ein maronitischer Christ Präsident werden. Der Hisbollah-Block und das rivalisierende Lager „14. März“ konnten sich nicht auf einen Kandidaten einigen. Die Lage im Land ist wegen des syrischen Bürgerkrieges extrem angespannt. Die Hisbollah-Miliz kämpft auf der Seite des Regimes von Präsident Bashar al-Assad. Die meisten libanesischen Sunniten sympathisieren mit den Regimegegnern.

Suleiman hatte dazu beigetragen, diesen Konflikt zu entschärfen. Die sechsjährige Amtszeit des Präsidenten endet in der Nacht zum Sonntag. Seine Aufgaben übernimmt die Regierung von Premier Tammam Salam, bis ein neuer Staatschef gewählt ist.