„Gebet für die Ukraine“ vor brisanter Wahl - Kampfansage von Jazenjuk

Kiew (APA/dpa) - Bei einem stimmungsvollen „Gebet für die Ukraine“ haben sich Kirchenvertreter in Kiew für eine friedliche und erfolgreiche ...

Kiew (APA/dpa) - Bei einem stimmungsvollen „Gebet für die Ukraine“ haben sich Kirchenvertreter in Kiew für eine friedliche und erfolgreiche Präsidentenwahl an diesem Sonntag ausgesprochen. Übergangspräsident Alexander Turtschinow und Regierungschef Arseni Jazenjuk sowie mehrere Minister waren am Samstag bei der Zeremonie in der Sophienkathedrale dabei, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.

Präsidentschaftskandidaten waren nicht dabei, da öffentliche Auftritte am Tag vor den Wahlen nicht erlaubt sind. Das Staatsfernsehen übertrug das etwa halbstündige Gebet live. Jazenjuk rief die Bürger am Rande zur regen Teilnahme an der Abstimmung auf. „Morgen zeigen wir der Welt, aber vor allem uns selbst, dass wir uns nicht einschüchtern lassen“, sagte der Regierungschef. „Wir haben uns diese Wahl verdient.“

Jazenjuk verband den Aufruf mit einer Kampfansage an die militanten Separatisten im Osten des Landes. „Die Banditen werden nicht lange die Regionen (Lugansk und Donezk) terrorisieren.“ Die Präsidentenwahl sei ein Symbol für eine weitere Demokratisierung. „Morgen verteidigen wir die Ukraine und machen einen Beitrag zu ihrem Wohlstand, zur Zukunft unserer Kinder und Enkel mit unseren Stimmzetteln. Wir wählen - und das bedeutet, dass wir siegen“, betonte der Regierungschef.