Eishockey: Russen fegten auf Goldmission auch Schweden hinweg

Minsk (APA) - Das russische Eishockey-Nationalteam ist bei der WM in Minsk nur noch einen Sieg von der heiß ersehnten Goldmedaille entfernt....

Minsk (APA) - Das russische Eishockey-Nationalteam ist bei der WM in Minsk nur noch einen Sieg von der heiß ersehnten Goldmedaille entfernt. Trotz eines 0:1-Rückstandes nach 19 Sekunden im Halbfinale gegen Titelverteidiger Schweden gewann die Sbornaja noch mit 3:1 (2:1,1:0,0:0). Der Finalgegner wurde am Samstagabend im Spiel Tschechien gegen Finnland (ab 17.45 Uhr/live ORF Sport plus) ermittelt.

Oskar Möller hatte den neunmaligen Weltmeister Schweden vor 14.521 Zuschauern in der Minsk Arena mit einem Blitzstart in Front gebracht (1.). Doch schon im ersten Abschnitt drehte der Topfavorit die Partie und ging durch Sergej Plotnikow (14.) und Sergej Schirokow (18.) in Führung. Im Mitteldrittel machte Anton Below (32.) mit dem 3:1 den Sack zu.

Für die Auswahl von Olegs Znaroks geht es nun am Sonntag (ab 20.00 Uhr/live ORF Sport plus) um das insgesamt 27. WM-Gold, wenn man die 22 Titel der Sowjetunion mitberücksichtigt. Zuletzt hatte Russland die Weltmeisterschaft 2012 gewonnen. Bei den Winterspielen in Sotschi war eine mit zahlreichen Topstars gespickte Auswahl allerdings unrühmlich bereits im Viertelfinale an Finnland gescheitert - dabei hatte die ganze Nation von Präsident Wladimir Putin abwärts nur Gold erwartet. Auch bei der WM 2013 war im Viertelfinale Endstation.

In Weißrussland sollten diese bitteren Niederlagen ausgemerzt werden. „Gold bei der Weltmeisterschaft - ein anderes Ziel kann es für eine russische Nationalmannschaft gar nicht geben“, gab Znarok vor dem Turnierstart die Devise aus. Und dem Letten, der die Truppe im März als Nachfolger des geschassten Sinetula Biljaletdinow übernommen hatte, gelang es binnen kurzer Zeit, ein homogenes und schlagkräftiges Team zu formen.

Die Dominanz der Russen in Minsk ist für die Konkurrenz beängstigend: Die Mannschaft um die NHL-Legionäre Alexander Owetschkin und Jewgeni Malkin haben bisher sämtliche neun Spiele gewonnen, alle in der regulären Spielzeit. Noch dazu kassierte Russland die wenigsten Treffer (8) und erzielte die meisten (37). Nur zweimal im Laufe des Turniers lag die Sbornaja zurück - und wenn, dann fand sie wie am Samstag schnell die richtig Antwort.