Thailand-Putsch - US-Regierung brach Militärübung mit Thailand ab

Bangkok/Washington (APA/AFP) - Nach dem Putsch der thailändischen Armee hat die US-Regierung eine gemeinsame Militärübung mit dem ältesten V...

Bangkok/Washington (APA/AFP) - Nach dem Putsch der thailändischen Armee hat die US-Regierung eine gemeinsame Militärübung mit dem ältesten Verbündeten in der Region abgebrochen. Auch seien geplante Besuche von Militärverantwortlichen aus Thailand in den USA abgesagt worden, teilte das Verteidigungsministerium am Samstag in Washington mit.

Es gebe zwar „eine lange und ertragreiche militärische Zusammenarbeit mit Thailand“, erklärte das Pentagon. „Demokratische Prinzipien und das amerikanische Recht“ machten die Schritte aber notwendig.

Angesichts monatelanger politischer Unruhen hatte die thailändische Armee am Dienstag das Kriegsrecht verhängt und zwei Tage später die Macht im Land übernommen. Die bereits zuvor von der Justiz abgesetzte Regierungschefin Yingluck Shinawatra und andere führende Politiker wurden festgenommen und sollen bis zu eine Woche lang festgehalten werden. König Bhumibol Adulyadej äußerte sich bisher nicht zu dem Putsch.

In den vergangenen gut 80 Jahren putschte die thailändische Armee nun bereits 19 Mal - oder versuchte es zumindest. Dieses Mal begründete das Militär die Machtübernahme mit der Notwendigkeit, den Frieden zu sichern und die Stabilität wiederherzustellen. Der Westen verurteilte den Putsch. Die US-Regierung setzte bereits am Freitag Militärhilfen in Höhe von 3,5 Millionen Dollar (2,57 Mio. Euro) aus.