Trotz Ukraine-Krise: Putin hofft auf gute Beziehungen zu Deutschland

St. Petersburg (APA/AFP) - Trotz schwerer Verstimmungen wegen der Ukraine-Krise hofft Russlands Präsident Wladimir Putin auf eine Fortsetzun...

St. Petersburg (APA/AFP) - Trotz schwerer Verstimmungen wegen der Ukraine-Krise hofft Russlands Präsident Wladimir Putin auf eine Fortsetzung der guten Beziehungen mit Deutschland. Es sei stets gelungen, mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auch in den kompliziertesten Fragen einen Kompromiss zu finden, sagte Putin am Samstag in St. Petersburg.

Er sei auch diesmal dazu bereit. Putin warnte davor, die deutsch-russischen Beziehungen aufs Spiel zu setzen. Niemand sollte aus kurzfristigem Gewinndenken das für beide Länder wichtige Verhältnis belasten, sagte er bei einem Treffen mit internationalen Medienvertretern auf eine Frage der Nachrichtenagentur dpa.

Trotz schwerer Differenzen in der Ukraine-Krise reise er Anfang Juni zum Weltkriegsgedenken von Staats- und Regierungschefs nach Frankreich, unterstrich Putin. Er werde am 6. Juni in der Normandie an der Feier teilnehmen, die an die Landung der Alliierten vor 70 Jahren erinnern soll. Ihre Teilnahme an der Erinnerung an den „D-Day“ haben auch unter anderem US-Präsident Barack Obama sowie Merkel und die britische Königin Elizabeth II. zugesagt.

Putin kommentierte auch kurz den angeblich von Prinz Charles gezogenen Vergleich zwischen ihm und NS-Diktator Adolf Hitler. Falls Prinz Charles dies wirklich gesagt habe, wäre dies „nicht akzeptabel und kein royales Verhalten“. Der 65 Jahre alte Thronfolger soll in einer privaten Unterhaltung in Kanada in Bezug auf die Ukraine-Krise gesagt haben: „Und jetzt tut Putin so ziemlich dasselbe wie Hitler.“