„Glauser“-Krimipreis für Oberösterreicherin Judith Taschler

Nürnberg/Wien (APA/dpa) - Die österreichische Autorin Judith Taschler hat für ihren Kriminalroman „Die Deutschlehrerin“ den mit 5.000 Euro d...

Nürnberg/Wien (APA/dpa) - Die österreichische Autorin Judith Taschler hat für ihren Kriminalroman „Die Deutschlehrerin“ den mit 5.000 Euro dotierten Friedrich-Glauser-Preis erhalten. Die Auszeichnung in der Hauptkategorie Roman wurde der 1970 geborenen Mühlviertlerin am Samstag beim Krimifestival „Criminale“ in Nürnberg zuerkannt, teilte die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur „Das Syndikat“ mit.

„Liebe, Verrat und Tod. Es sind die großen Themen des Lebens, die Judith Taschler sprachlich virtuos in ein kleines Kammerspiel packt“, hieß er zur Begründung. Taschler wuchs im oberösterreichischen Putzleinsdorf auf und lebt derzeit in Innsbruck. Ihr Debütroman „Sommer wie Winter“ erschien ebenso wie „Die Deutschlehrerin“ (Februar 2011) im Picus Verlag.

Der Glauser-Preis ist neben dem Deutschen Krimi-Preis die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für deutschsprachige Krimiliteratur. Er wird seit 20 Jahren während der „Criminale“ vom „Syndikat“ vergeben. Die Preisgelder werden ausschließlich von deren etwa 800 Mitgliedern finanziert.

In der Sparte Debüt-Roman ging der mit 1500 Euro dotierte Preis an Harald Gilbers für seinen Kriminalroman „Germania“. Für den besten Kurzkrimi wurde Alexander Pfeiffer für „Auf deine Lider senk ich Schlummer“ geehrt. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert. Der mit 2.500 Euro dotierte Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi ging an Alice Gabathuler für „No Way Out“. Der Verleger Hermann-Josef „Hejo“ Emons erhielt den „Ehren-Glauser“ für seinen publizistischen Einsatz. Emons war der erste Verleger für Regionalkrimis in Deutschland.