Tote und Verletzte bei Bombenanschlag auf Restaurant in Dschibuti

Dschibuti/Paris (APA/AFP) - Bei einem Bombenanschlag auf ein bei westlichen Ausländern beliebtes Restaurant im ostafrikanischen Dschibuti si...

Dschibuti/Paris (APA/AFP) - Bei einem Bombenanschlag auf ein bei westlichen Ausländern beliebtes Restaurant im ostafrikanischen Dschibuti sind mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden.

Nach Angaben von Diplomaten gingen vor dem Restaurant La Chaumière im Zentrum der Hauptstadt am Samstagabend zwei Sprengsätze hoch. Dabei seien zwei Angestellte getötet und rund zehn weitere Menschen verletzt worden, die meisten davon Ausländer.

Wie das französische Außenministerium mitteilte, wurden mehrere Franzosen leicht verletzt. Laut einem Bericht der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ waren unter den Verletzten auch sechs niederländische Soldaten, die am Einsatz gegen somalische Piraten am Horn von Afrika beteiligt sind.

Nach Angaben der Diplomaten geht die Polizei Hinweisen nach, wonach vor dem Restaurant erst eine Granate explodierte und sich dann ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte. Die dschibutische Nachrichtenagentur ADI berichtete von mehreren Explosionen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Die USA haben in Dschibuti eine strategisch wichtige Militärbasis: Von Camp Lemonnier aus fliegt das US-Militär vor allem Drohnenangriffe gegen radikalislamische Extremisten im Jemen und in Somalia. Auch Frankreich unterhält in seiner ehemaligen Kolonie Dschibuti einen Militärstützpunkt. Der Küstenstaat ist außerdem ein Ausgangspunkt für den internationalen Einsatz gegen somalische Piraten. Soldaten aus Dschibuti sind zudem am Einsatz der Afrikanischen Union (ISOM) gegen die islamistische Al-Shbaab-Miliz im Nachbarland Somalia beteiligt.