IKG: Der Terroranschlag von Brüssel kommt leider nicht überraschend

Wien/Brüssel (APA) - „Der Terroranschlag von Brüssel kommt leider nicht überraschend.“ Mit diesen Worten kommentierte am Sonntag der Präside...

Wien/Brüssel (APA) - „Der Terroranschlag von Brüssel kommt leider nicht überraschend.“ Mit diesen Worten kommentierte am Sonntag der Präsident Israelitische Kultusgemeinde (IKG), Oskar Deutsch, das Attentat auf das Jüdische Museum in der belgischen Hauptstadt.

Eine Studie der Grundrechtsagentur der EU, die vor Monaten veröffentlicht worden sei, zeige „ein massives Ansteigen antisemitischer Vorfälle in Europa“, betonte Deutsch in einer Aussendung. Jüdische Institutionen warnten in ganz Europa vor den Gefahren, nicht nur seitens der extremen Rechten sondern auch vor dem Antisemitismus der extremen Linken und seitens Islamisten.

„Warnungen wurden nicht wirklich ernst genommen, statt dessen wurde die Atmosphäre durch unberechtigtes ‚Israelbashing‘ von der Politik zusätzlich angeheizt, so der IKG-Präsident. „Wer ständig von Sanktionen gegen Israel redet, zu antisemitischer Hetze in palästinensischen Medien schweigt und Haßprediger in Europa auftreten lässt, bereitet den Nährboden für Verbrechen wie jene in Toulouse und jetzt in Brüssel.“