Die Geburtskirche in Bethlehem

Bethlehem (APA/dpa) - Die Geburtskirche in Bethlehem ist eines der ältesten Gotteshäuser der Welt. Der römische Kaiser Justinian I. ließ sie...

Bethlehem (APA/dpa) - Die Geburtskirche in Bethlehem ist eines der ältesten Gotteshäuser der Welt. Der römische Kaiser Justinian I. ließ sie im 6. Jahrhundert neu erbauen, nachdem die im 3. Jahrhundert an derselben Stelle errichtete konstantinische Basilika beim Samaritaneraufstand von 529 stark beschädigt worden war.

Das zehn Kilometer südlich von Jerusalem im palästinensischen Westjordanland gelegene Gotteshaus soll nach religiösen Überlieferungen über jener Höhle errichtet worden sein, in der Jesus zur Welt kam.

Unter dem Chor befindet sich die Geburtsgrotte mit dem sogenannten Silberstern. Insgesamt 15 Lampen über dem Stern repräsentieren verschiedene christliche Konfessionen. Wichtiges Merkmal ist der nur 1,20 Meter hohe Eingang zur Kirche, der im Mittelalter verhindern sollte, dass Ritter auf ihren Pferden in die Kirche ritten.

Bethlehem zählt neben Nazareth und Jerusalem zu den bedeutendsten christlichen Orten im Heiligen Land. Die Zahl der Einwohner in der von Palästinensern verwalteten Stadt wird auf rund 30.000 geschätzt, etwa ein Drittel davon Christen. Der Tourismus ist eine wesentliche Einnahmequelle. Die Wirtschaftslage hat sich in den vergangenen Jahren verbessert, doch die Einwohner leiden unter der Besatzung. Die Stadt ist zu großen Teilen von einer hohen Betonmauer umgeben. Israel hatte die Sperranlage im Westjordanland nach zahlreichen palästinensischen Selbstmordanschlägen im Kernland errichtet.