Nationalteam

ÖFB-Tormann Almer genießt weiter Kollers Vertrauen

Der Steirer hofft nach seinem Abschied aus Cottbus auf mehr Glück bei einem neuen Club.

Seefeld – Robert Almer ist die Diskussionen mittlerweile längst gewohnt. Beim Verein nur Reservist, im ÖFB aber weiterhin die Nummer eins. „Es tut gut, hier beim Nationalteam zu sein. Ich genieße jede Minute“, berichtete Almer am Sonntag im Teamcamp in Seefeld in Tirol. Von Marcel Koller gibt‘s Rückendeckung. „Im Team hat er bisher immer seine Leistung gebracht“, stellte der Teamchef klar.

Obwohl seine Konkurrenten Heinz Lindner (Austria Wien) und Ramazan Özcan (Ingolstadt) bei ihren Clubs Stammspieler sind, ist Almer auch für die anstehenden Länderspiele gegen Island (30. Mai in Innsbruck) und Tschechien (3. Juni in Olmütz) in der Pole Position. „Für die Medien ist es auf der Tormann-Position anscheinend besonders wichtig, dass jemand Spielpraxis hat. Die Diskussionen gibt es seit 2011, seit ich im Team bin“, meinte der 14-fache Teamgoalie mit einem gequälten Lächeln.

Entscheidung fällt nach dem Urlaub

„Ich kann nur meine Leistung bringen und wieder zeigen, dass es auch so geht“, sagte der 30-jährige Steirer. Gleichzeitig verwies Almer darauf, dass er immerhin 25 Saisonspiele absolvierte. Schließlich war er nach seinem Transfer von Fortuna Düsseldorf zu Energie Cottbus als klare Nummer eins in die Saison gegangen. Als Jörg Böhme das Traineramt bei Cottbus übernahm, landete Almer dann aber auf dem Abstellgleis. „Der eine mag einen, der andere nicht. So ist es auch im Fußball“, stellte Almer trocken fest.

Cottbus stieg als Letzter der zweiten Liga ab, die Wege werden sich nun trennen. Sorgen, keinen attraktiven neuen Arbeitgeber zu finden, hat er keine. „Ich bin für alles offen, für die Familie muss es natürlich auch passen. Nach dem Teamlehrgang geht‘s in den Urlaub, dann wird es eine Entscheidung geben“, berichtete Almer. Eine Garantie, Stammspieler zu sein, gebe es ohnehin nie, das hat Almer nun in Cottbus hautnah miterleben müssen.

Ob Stammspieler beim Club oder nicht, wirkliche Unterschiede im Fall eines weiteren Länderspiel-Einsatzes sieht Almer nicht. „Man muss sich vielleicht in den ersten Minuten mehr konzentrieren, dass die Bewegungsabläufe passen. Aber das sind Kleinigkeiten. Es ist einfach auch psychologisch ein großer Vorteil, wenn der Teamchef hinter einem steht.“ Und auch Koller weiß, dass weitere gelungene Länderspiel-Einsätze seiner Nummer eins bei der Club-Suche nur hilfreich sein können. (APA)

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