Hollande trifft sich im Alstom-Poker erneut mit GE-Chef Immelt

Paris (APA/dpa) - Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande mischt sich erneut in die Verhandlungen um die Zukunft des französischen Ind...

Paris (APA/dpa) - Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande mischt sich erneut in die Verhandlungen um die Zukunft des französischen Industriekonzerns Alstom ein. Für Mittwoch kündigte der Elysee-Palast am Samstag in Paris ein Treffen des Staatschefs mit der Spitze des US-Konzerns General Electric (GE), Jeff Immelt, an. Beide hatten bereits Ende April über eine mögliche Übernahme von Alstom durch GE gesprochen.

Sowohl der US-Mischkonzern GE als auch die deutsche Konkurrenz Siemens haben Interesse an Teilen des Alstom-Konzerns, der unter anderem den Schnellzug TGV baut. Hollande hatte das GE-Angebot über 12,35 Mrd. Euro als nicht ausreichend bezeichnet.

Ursprünglich wollte die Siemens-Führung bis Ende kommender Woche beschließen, ob sie das GE-Angebot kontert. Der US-Konzern verlängerte kürzlich aber die Frist für sein Angebot um drei Wochen. Der Alstom-Verwaltungsrat hatte ein Sondergremium damit beauftragt, die GE-Offerte zu beraten. Siemens prüft aktuell die Bücher von Alstom.

Beide Unternehmen sind vor allem an der Energietechnik-Sparte von Alstom interessiert. Siemens hat zudem vorgeschlagen, im Bahn-Geschäft ein von französischer Seite kontrolliertes Gemeinschaftsunternehmen zu gründen. So könnten in den Bereichen Transport und Energie zwei starke europäische Konzerne entstehen.

Die französische Regierung stärkte Mitte Mai per Dekret ihre Interventionsrechte bei Übernahmen. Sie will keine für den Industriestandort Frankreich nachteilige Entscheidung des Alstom-Verwaltungsrats akzeptieren.

~ ISIN US3696041033 WEB http://www.alstom.com/

http://www.ge.com/ ~ APA223 2014-05-25/14:53