EU-Wahl: Kärntner Landespolitik durchwegs zufrieden

Klagenfurt (APA) - Die Landespolitik in Kärnten hat sich am Sonntag mit dem Ausgang der EU-Wahl durchwegs zufrieden gezeigt. SPÖ-Parteichef ...

Klagenfurt (APA) - Die Landespolitik in Kärnten hat sich am Sonntag mit dem Ausgang der EU-Wahl durchwegs zufrieden gezeigt. SPÖ-Parteichef Peter Kaiser freute sich, „gegen den Bundestrend“ kräftig zugelegt zu haben. FPÖ-Parteichef Christian Ragger zeigte sich - ebenso wie Neo-ÖVP-Chef Christian Benger über die Stabilisierung der jeweiligen Partei zufrieden. Aber auch die Grünen legten deutlich zu.

In Kärnten hat sich das politische Bild der Parteien seit der EU-Wahl 2009 allerdings wesentlich verändert. Neben dem Wegfall der Liste Martin hat auch das Kärntner BZÖ in der Form von 2009 diesmal nicht kandidiert. Deshalb waren für alle wahlwerbenden Gruppen viel Stimmen am Markt.

„Ich bin sehr erfreut über das Kärntner Ergebnis“, sagte Kaiser, der mit der SPÖ deutlich über 30 Prozent (2009: 24,6 Prozent) erreichte. „Dem neuen Stil wird in Kärnten recht gegeben“, sah er auch eine Bestätigung der aktuellen Landespolitik. Aber auch bei der FPÖ, die bei der Landtagswahl im Vorjahr eine herbe Niederlage hat einstecken müssen, zeigte man sich zufrieden. „Wir liegen weit über 20 Prozent und damit auch über dem Bundesschnitt“, sagte Parteiobmann Ragger. „Die Aufwärtskurve passt, wir haben uns stabilisiert“, so der FPÖ-Politiker.

Seine Partei stabilisiert sieht auch ÖVP-Chef Benger. Die Schwarzen in Kärnten konnten zwar nicht zulegen, verloren allerdings auch nicht. „Wir haben eine extrem schwierige Zeit gehabt“, so Benger. Bundespolitisch zeigte er sich über den Sieg der ÖVP erfreut: „Der Wähler hat bestätigt, dass es keine Alternative zur EU gibt.“

„Die Grünen haben sich als gestandene Partei in Kärnten etabliert“, meinte Landessprecher Frank Frey. Er führte das unter anderem auf die gute Arbeit der Partei in der Regierung und im Landtag zurück.