EU-Wahl: Strache sieht FPÖ-Zugewinne als „großartigen Erfolg“

Wien (APA) - Einen „großartigen Erfolg“ sieht FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in den Zugewinnen seiner Partei bei der EU-Wahl. „Seit zehn J...

Wien (APA) - Einen „großartigen Erfolg“ sieht FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in den Zugewinnen seiner Partei bei der EU-Wahl. „Seit zehn Jahren gewinnen wir eine Wahl nach der anderen und heute liegen wir nachhaltig bei über 20 Prozent“, erklärte der FPÖ-Obmann im Haus der Europäischen Union in Wien. Das heutige Ergebnisse lasse sich auch von Kritikern nicht „kleinreden“, war Strache überzeugt.

Hart ging der FPÖ-Chef indes mit seinen Konkurrenten ins Gericht. Der SPÖ attestierte er „eine historische Stagnation“, während die ÖVP trotz Platz Eins Stimmen verloren habe. Beide würden aus Straches Sicht nun versuchen, sich diese Umstände „schön zu reden“. Mit Spitzenkandidat Harald Vilimsky habe man jedenfalls die richtige personelle Entscheidung für die EU-Wahl getroffen. „Er hat diese Aufgabe und Verantwortung exzellent gemeistert und umgesetzt.“ Einziger „Wermutstropfen“ war für Strache die niedrige Wahlbeteiligung, die der FPÖ „noch nie geholfen hat“.

Durchaus zufrieden resümierte ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka. „Es zeigt sich deutlich, dass die Nummer Eins innerhalb der Europa-Parteien die ÖVP ist.“ Insgesamt hätten pro-europäische Parteien dreiviertel der Stimmen erhalten. Trotz der Verluste für die ÖVP glaubt Lopatka, dass man „gestärkt in die künftigen Herausforderungen“ auf nationaler wie internationaler Ebene gehen könne. Mit der Wahlbeteiligung wiederum könne man zwar nicht zufrieden sein, allerdings ging Lopatka nicht davon aus, dass man unter dem Prozentsatz von 2009 liegen werde.

SPÖ-Klubchef Andreas Schieder sprach angesichts des zweiten Platzes von einem „guten, aber nicht dem besten Ergebnis“. Immerhin habe man den Abstand zur ÖVP verringern können. „Außerdem verfügen wir weiterhin über die selbe Anzahl an Sitzen, was mir ganz wichtig ist.“ Damit lasse sich Europa durchaus gestalten. SPÖ-Spitzenkandidat Eugen Freund sei im Laufe des Wahlkampfes immer besser geworden. „Wir haben ihn für Europa ausgesucht.“ Und dort könne er mit einem „neuen Blick“ sowie dem erfahrenen Team etwas bewegen.

Auf den geschrumpften Abstand zur ÖVP hatte zuvor im ORF-Fernsehen auch SP-Geschäftsführer Norbert Darabos verwiesen: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wenn die ÖVP abfeiert, dass sie einige Prozente verliert: wir haben Prozente dazugewonnen sind stärker geworden.“